Strategie im Kampf gegen die Pandemie

Memmingen: Corona-Teststation in der Stadionhalle wieder geöffnet

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Bei der Eröffnung der neuen Teststation mit Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (links): Oberbürgermeister Manfred Schilder nimmt bei sich einen Rachen- und Nasenabstrich unter genauer Anleitung durch Johannes Scholz (im Schutzanzug Mitte), Bereitschaftsleiter der Johanniter Unfallhilfe in Memmingen.

Memmingen - Die Bayerische Staatsregierung hat wegen der steigenden Infektionszahlen beim Coronavirus beschlossen, kostenlose Tests für jeden Bürger durchführen zu lassen. Die Teststation in der Memminger Stadionhalle neben der Fußballarena wurde aus diesem Grund seit 1. September wieder eingerichtet.

Zusammen mit dem neuen Staatssekretär des Gesundheitsministeriums, Klaus Holetschek und Memmingens Zweiter Bürgermeisterin, Margareta Böckh, eröffnete Oberbürgermeister Manfred Schilder die Testanlage. „Wir haben das Glück, eine so große Halle zu haben, in die man auch mit dem Auto hineinfahren kann, freute sich Schilder bei seiner Begrüßung. Das Personal im Gesundheitsamt aufzustocken, sei nicht einfach gewesen. Teilweise habe man sich dabei auch mit Personal aus anderen Ämtern beholfen. Eine weitere Erhöhung des Personals sei bei Bedarf aber durchaus möglich, so Schilder weiter. 

Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Johanniter Unfallhilfe und des Technischen Hilfswerks unterstützen mit großem Engagement den Betrieb der neuen kommunalen Teststation. Im Bild mit Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (vorne links), Oberbürgermeister Manfred Schilder (vorne Mitte) und Bürgermeisterin Margareta Böckh (vorne rechts).

Der Rathauschef dankte der Johanniter Unfallhilfe und dem THW für die Bereitstellung von Hilfskräften zur Durchführung der Abstriche. Um nicht bei jeder zu testenden Person die ganzen Personalien aufnehmen zu müssen, ist eine vorherige Anmeldung beim Gesundheitsamt unumgänglich und es gelte auch weiterhin, dass nur symptomfreie Personen getestet werden. Wer bereits Symptome zeige, solle bei seinem Hausarzt anrufen, so Schilder.

Weiterhin vorsichtig und umsichtig sein

Das Testen sei ein Teil der Strategie der Staatsregierung im Kampf gegen die Pandemie, betonte der Staatssekretär im Gesundheitsamt, Klaus Holetschek und führt weiter aus, dass die Kapazität in Bayern mit 69.000 Abstrichen pro Tag sehr hoch sei. Der Staatssekretär wies auch darauf hin, dass auf die Stadt keinerlei Kosten zukommen werden, da die Aktion komplett von der Bayerischen Staatsregierung finanziert werde. Holetschek erläuterte weiter, dass die Staatskanzlei die Entwicklung jeden Tag neu abschätzen müsse „und wir tun das in Bayern in allen Bereichen“, versichert er. Holetschek bedauert in diesem Zusammenhang, dass es leider immer noch Unvernünftige gebe, die sich nicht testen lassen wollen und fügte hinzu: „Lassen sie uns weiter vorsichtig und umsichtig sein.“ Geöffnet ist die Teststation derzeit dienstags und donnerstags von 18 bis 20 Uhr. Da jede bayerische Kommune ihre eigene Teststation hat, können nur Einwohner der Stadt Memmingen getestet werden. Die Öffnungszeiten können aber bei Bedarf auch ausgeweitet werden. 

Die E-Mail Adresse für die Anmeldungen beim Gesundheitsamt hat sich geändert. Anmelden kann man sich nun unter: testzentrum@memmingen.de oder unter der Telefonnummer 08331/850-975. Die E-Mail muss folgende Informationen enthalten: Name, Vorname, Geburtsdatum, Telefonnummer und Anschrift. Erst mit diesen Daten kann das Gesundheitsamt Termine vergeben. (ew)

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