Stadtrats-Plenum stimmt Veränderung am Schulzentrum West zu

Memmingen: „Grünes Licht“ für Lebenshilfe-Pläne

Grauer Himmel Baum Schulgebäude Wiese
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Auf der Fläche zwischen der BOSFOS und der Notker-Schule werden zwei neue Gebäude der Lebenshilfe Memmingen/Unterallgäu entstehen: Ein so genanntes Kinderhaus sowie eine Wohn- und Tageseinrichtung für Menschen mit Behinderungen.

Memmingen - Die Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Memmingen/Unterallgäu möchte beim Schulzentrum West ein neues Kinderhaus sowie eine Wohn- und Tageseinrichtung für Menschen mit Behinderung bauen. Auf dem Gelände zwischen Förderzentrum Notker-Schule und BOS/FOS sollen dafür zwei neue Gebäude entstehen.

Das Plenum des Memminger Stadtrates folgte auf seiner Sitzung am vergangenen Montag einstimmig der Empfehlung aus dem Bauausschuss. Einer entsprechenden Änderung der gültige Bebauungspläne und der Umsetzung des Vorhabens steht damit nichts mehr im Wege.

Durch den geplanten Neubau werden unter anderem eine schulvorbereitende Einrichtung mit eine Gruppe für Kinder mit Förderbedarf, eine inklusive Kinderkrippe sowie die Erweiterung des bestehenden inklusiven Kita-Angebots möglich. „Der Bildungsstandort Memmingen würde durch diese modernen pädagogischen Angebote weiter ergänzt werden,“ so der Leiter des städtischen Planungsamtes Uwe Weißfloch. Die geplante Wohn- und Tageseinrichtung der Lebenshilfe mit dann insgesamt dreimal zwölf Plätzen soll als Ersatzbau für die bestehende stationäre Einrichtung des gemeinschaftlichen Wohnens in der Prinzingstraße dienen, die nicht mehr den geforderten gesetzlichen Standards entspricht. Ergänzt wird diese durch eine Tageseinrichtung für Menschen mit Behinderung im Rentenalter.

Fachwissen austauschen

Ebenso einstimmig beschloss der Stadtrat den Beitritt zum „Fachverband Kommunalkassenverwalter“. Stadtkämmerer Gunther Füßle hatte den Verband als Interessenvertretung der Kommunalkassen und kommunalen Finanzbuchhaltungen zum Beispiel gegenüber staatlichen Stellen oder Banken vorgestellt. Auch die Beratung und der Austausch bezüglich der Geldanlage sei wichtig, wie man derzeit an den Bankenpleite der „Green Sill“ Bank sehe. Dort hatten auch verschiedene Kommunen ihr Geld angelegt und sind nun in Schwierigkeiten geraten. Darüber hinaus kümmert sich der Verband um die Aus- und Fortbildung der Mitglieder und organisiert den Austausch von Fachwissen. Durch Unterstützung beim Forderungsmanagement hilft die Interessenvertretung den Städten und Gemeinden, die Liquiditätssicherung der Kommunen zu gewährleisten. Allein im Landesverband Bayern sind aktuell 1.125 Mitglieder organisiert. Im Gesamtverband sind Kommunen aus allen 13 Flächenbundesländern vertreten.

Neue Mitglieder

Die Zusammensetzung des städtischen Jugendhilfeausschusses ist in verschiedenen Sozialgesetzen geregelt. Dort sind auch beratende Mitglieder vorgesehen, unter anderem als Vertreter der örtlichen Polizei, der Arbeitsagentur und den Kirchen. Durch interne Personalveränderungen bei den genannten Institutionen war eine Neubesetzung der Vertreter erforderlich. Der Stadtrat stimmte dazu folgenden neuen beratenden Mitgliedern einstimmig zu: Als stellvertretendes Mitglied für die Polizei Alexander Scharpegge, für die Agentur für Arbeit Günther Schwanghart und als Vertreterin Karin Schmidt, als stellvertretendes Mitglied für die evangelische Kirche Christoph Schieder. (to)

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