Tests der Memminger Hausarztpraxen in Stadionhalle – limitierte Testkapazitäten

Memmingen: Hausärzte können Testtermine für Risikopatienten vereinbaren

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Am 27. März starteten in der zentralen Abstrichstelle in der Stadionhalle Tests auf das Covid-19-Virus durch die Hausarztpraxen. Oberbürgermeister Manfred Schilder (links) sprach mit dem ärztlichen Koordinator Dr. Jan Henrik Sperling (Mitte) und dem Personalratsvorsitzenden der Stadtverwaltung, Robert Jäger (rechts), dem verwaltungstechnischen Koordinator der hausärztlichen Tests.

Memmingen – Wie die Stadt Memmingen mitteilt, haben seit 27. März - neben dem Gesundheitsamt - nun auch Hausarztpraxen in Memmingen die Möglichkeit, Patientinnen und Patienten zur Testung auf das Coronavirus zur zentralen Abstrich-Station zu schicken.

Seit einer Woche testet das Gesundheitsamt an der Abstrichstation bereits vorrangig Personen, die direkten Kontakt zu Infizierten hatten (wir berichteten). „Die Stadt Memmingen stellt die Infrastruktur der Abstrichstation zur Verfügung und übernimmt die verwaltungstechnische Koordination der Tests“, erläutert Oberbürgermeister Manfred Schilder, der die Vorbereitungen an der zentralen Teststation in der Stadionhalle verfolgt hat. Die Teststation wird von den Johannitern und dem Technischen Hilfswerk organisiert.

Wichtig: Ohne Termin findet keine Testung statt!

Wie bei den Testungen des Gesundheitsamts, gilt auch bei den Abstrichen der Hausärzte: Man kann nicht ohne Termin zur Stadionhalle fahren und um einen Test bitten. Aufgrund der limitierten Abstrichkapazität gelten klare Vorgehensweisen, wie Allgemeinmediziner Dr. Jan Henrik Sperling erklärt, der ärztliche Koordinator der Hausarzt-Tests: „Junge, fitte Menschen müssen definitiv nicht getestet werden. Wenn sie Erkältungssymptome zeigen, sollten sie mit ihren Familienangehörigen zwei Wochen in häuslicher Quarantäne bleiben. Darum kümmert sich der Hausarzt. Wir testen vor allem Kranke mit einer relevanten Vorerkrankung wie etwa einer Herz-, Atemwegs- oder Krebserkrankung. 

Wenn sie Symptome wie Fieber, Husten oder Halsschmerzen zeigen, entscheidet der Hausarzt, ob sie getestet werden sollten und vereinbart einen konkreten Termin mit uns.“ Die Terminanfragen richten die Hausarztpraxen an Robert Jäger, den Personalratsvorsitzenden der Stadtverwaltung, der die Terminvergabe koordiniert. Getestet werden außerdem Personen, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, zum Beispiel Pflegeberufe, Ärztinnen/Ärzte oder Feuerwehrleute. 

Neben der eigenen Hausärztin/dem Hausarzt ist auch weiterhin der hausärztliche Notdienst unter der Telefonnummer 116 117 Ansprechpartner für diejenigen, die Erkältungssymptome haben. (MK)

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