Ein Kinderleben lang

Memmingens Kindergartenkinder feiern 30. Tag der Kinderrechte

Neben vielen Kindern und ihren Kindergärtnerinnen waren auch Mütter aus den Elternbeiräten in die Stadtbibliothek gekommen, wo sie unter anderem mit Bernhard Hölzle, Leiter des Amts für Kindertageseinrichtungen, Franz Grabenbauer, Vorsitzender des Deutschen Kinderschutzbunds Memmingen-Unterallgäu e.V., Jörg Haldenmayr, Referatsleiter Sozialwesen, KiTa-Referent Thomas Geyer (von links) sowie der Zweiten Bürgermeisterin Margareta Böckh (Mitte) die bunten Wimpelketten präsentierten.
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Neben vielen Kindern und ihren Kindergärtnerinnen waren auch Mütter aus den Elternbeiräten in die Stadtbibliothek gekommen, wo sie unter anderem mit Bernhard Hölzle, Leiter des Amts für Kindertageseinrichtungen, Franz Grabenbauer, Vorsitzender des Deutschen Kinderschutzbunds Memmingen-Unterallgäu e.V., Jörg Haldenmayr, Referatsleiter Sozialwesen, KiTa-Referent Thomas Geyer (von links) sowie der Zweiten Bürgermeisterin Margareta Böckh (Mitte) die bunten Wimpelketten präsentierten.

Memmingen - Am 20. November feierten die Kinderrechte der Vereinten Nationen ihr 30-jähriges Jubiläum. Zu diesem besonderen Anlass nahmen mehrere Memminger Kindertageseinrichtungen an einer Aktion des Deutschen Kinderhilfswerks teil: Die Pädagoginnen und Pädagogen hatten mit den Kleinen bunte Wimpelketten gestaltet, die sie in der Stadtbibliothek Memmingen stolz präsentierten.

Während die bayerischen Schulkinder am Buß- und Bettag frei hatten, ging es für die Kleineren an diesem Tag ganz normal in den Kindergarten. Doch es war kein Tag wie jeder andere: Zahlreiche Memminger Sprösslinge machten einen Ausflug in die städtische Bibliothek. Es herrschte viel Trubel an diesem Morgen – kein Wunder, wenn sich mehrere dutzend plappernde, lachende Kinder auf kleinem Raum versammeln. Als jedoch die Zweite Bürgermeisterin Margareta Böckh in die Mitte der Kleinen trat und sie begrüßte, war es augenblicklich mucksmäuschenstill. Auf ihre Frage „Warum seid ihr heute hier?“ bekam die Bürgermeisterin aus vielen kleinen Mündern die energische Antwort „Kinderrechte!“ Und weil die Kinderrechte an diesem Tag sozusagen ihren 30. Geburtstag hatten, hatten die Kids nicht nur viele farbenfrohe Wimpelketten gestaltet, sondern auch extra ein Kinderrechte-Lied einstudiert, das sie zur Gitarrenbegleitung aus vollem Halse sangen. Auch Margareta Böckh bewies hier Textsicherheit und stimmte mit ein.

Damit die Kleinen auch wissen, welche Rechte sie eigentlich haben, hatten die Pädagoginnen und Pädagogen ihnen diese im Vorfeld erklärt. „Wir haben ein Recht auf Spiel und Freizeit“, trug ein Grüppchen von Kindern einstimmig vor. „Wir haben das Recht auf Schutz vor Gewalt“, sagten ein paar andere. „Wir haben ein Recht auf eigene Meinung“, ergänzte ein drittes Grüppchen, bis die Kinder schließlich die zwölf wichtigsten Kinderrechte genannt hatten, die ein ganzes Kinderleben lang gelten. Darunter auch die Rechte auf Gesundheit und Privatsphäre – genau wie es bei den Erwachsenen eben auch ist. 

Zum Abschluss überreichten die Kleinen der Bürgermeisterin noch eine eigens für sie gebastelte Mini-Wimpelkette. Margareta Böckh, die nach dem Abitur Erziehungswissenschaften studiert hatte und anschließend viele Jahre an verschiedenen Schulen als Rektorin tätig gewesen war, freute sich darüber und versprach, sie in ihrem Büro aufzuhängen. „Ich werde immer an die Kinderrechte denken“, versicherte sie. Allein schon deshalb, weil sie selbst Oma sei. „Ich habe fünf Enkelkinder, die mich jeden Tag daran erinnern“, so Böckh. (jz)

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