Kein separates Sprungturmbecken – acht Bahnen Sportbecken

Memmingen: Kombibad-Pläne endlich festgezurrt

Freibad in Memmingen
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Auf dem großzügigen Areal des Memminger Freibades soll das Kombibad entstehen. Die Unternehmensberatung Altenburg sieht hier „viel Grünfläche und viel schönen Baumbestand“, allerdings sei der Platz „wegen der Umfeldbebauung nicht sehr idyllisch“.

Memmingen - Seit mehr als zwei Jahrzehnten diskutieren die Memminger über den Neubau eines Schwimmbades in der Stadt. Vor gut einem Jahr hatte der Stadtrat beschlossen, dass es ein ganzjährig genutztes kombiniertes Hallen-Freibad (Kombibad) an der Stelle des bisherigen Freibades sein soll. Am vergangenen Montag hat der Stadtrat nun auch konkrete Ausstattungsmerkmale beschlossen.

Fabian Damm, Leiter des Baureferats, stellte den Stadträten vier verschiedene Varianten vor, die von der auf Bäder spezialisierten Unternehmensberatung Altenburg ausgearbeitet wurden. Nachdem bereits zwei dieser Möglichkeiten im vergangenen Jahr als untauglich beziehungsweise unpraktikabel ausgeschieden waren, konzentrierte sich die Diskussion auf Varianten rund um den geplanten Sprungturm. Zum einen wurde im Innenbereich ein separates Sprungturmbecken vorgestellt (Variante 3) und darüber hinaus noch eine Variante 4 mit einem auf acht Bahnen verbreiterten Sportbecken, an dem der Sprungturm platziert sein soll. Das Kursschwimmbecken sollte bei beiden Varianten in einem ruhigeren Seitentrakt gebaut werden und die breite Rutsche im Außenschwimmbecken.

Stadtkämmerer Gunther Füßle gab einen Überblick über die unterschiedlichen Kosten für Bau und Betrieb der verschiedenen Varianten. Der Stadtrat entschied dann nach erneuter Beratung mit 20 Ja- gegen 17 Nein-Stimmen, dass die Variante 4 umgesetzt werden solle. Die nun beschlossene Variante ohne eigenes Sprungbecken, aber mit acht Bahnen im Innenbereich erlaube auch bei Sprungturmnutzung noch einen Schwimmbetrieb auf fünf Bahnen und sei nur die zweitteuerste Variante.

Gleichwohl schlägt diese Planung mit voraussichtlich zusätzlich gut vier Millionen Euro Investitionskosten zu den bisher geplanten 33 Million Euro zu Buche, so Kämmerer Füßle. Bis zur Fertigstellung des geplanten Kombibades werden dann inklusive der Teuerungsrate während der Bauzeit voraussichtlich knapp 40 Millionen Euro für den Bau fällig sein. Diese Summe muss die Stadt jedoch nicht alleine aufbringen, da auch staatliche Förderungen zu erwarten sind.

Kombibad ohne Sauna

Einen Saunabereich soll es im neuen Kombibad nicht geben. Bis Ende des vergangenen Jahres hatte die Stadt darauf gewartet, dass sich private Investoren für den Sauna-Betrieb engagieren wollten. Die dafür vom Stadtrat vor einem Jahr bereits gesetzte Frist lief jedoch ohne private Investorenbewerbung ab.

Wie hoch die laufenden Betriebskosten und damit gegebenenfalls auch die Bezuschussung durch die Stadt nach Fertigstellung des Kombibades im Regelbetrieb ausfallen werden, lässt sich derzeit nicht seriös feststellen. Darüber sei dann später noch zu beraten, so OB Manfred Schilder. Bei der Entscheidung über die später gültigen Eintrittspreise sei zu berücksichtigen, was für die Schwimmbadnutzer zumutbar und angemessen sei und was die Öffentlichkeit aus Steuermitteln dazu beitragen solle. (to)

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