Ein Ort für Kunstschaffende

Neue Pläne für das Madlenerhaus

Ins Madlenerhaus soll neues Leben einziehen.
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Ins Madlenerhaus soll neues Leben einziehen.

Memmingen – Das ehemalige Wohnhaus des Künstlers Josef Madlener war nach dem Tod seiner Tochter Julie in den Besitz der Stadt Memmingen übergegangen. 20 Jahre lang wurde das Gebäude nicht genutzt – jetzt möchte die Stadt das Gebäude sanieren und als einen Ort für Künstlerstipendien nutzen.

Voraussetzung für die Überschreibung an die Stadt war, dass das Haus einem öffentlichen Zweck zugeführt wird. Kulturamtsleiter Dr. Hans-Wolfgang Bayer erläuterte dem Kultursenat die angedachten Pläne: Im Erdgeschoss soll es eine kleine, flexibel gestaltete Ausstellung mit Madleners Werken geben. In Erinnerung an die beiden Künstler solle die Stadt jährlich ein Aufenthaltsstipendium vergeben. Der ausgewählte Künstler könne dann kostenlos im Madlenerhaus wohnen und arbeiten und bekomme von der Stadt monatlich ein Aufenthaltsgeld in Höhe von eintausend Euro. Für die Dauer des Studiums besteht Aufenthaltspflicht.

Weiter sind die Stipendiaten dazu verpflichtet, sich während ihres Aufenthalts künstlerisch oder literarisch entweder mit den Werken von Josef und Julie Madlener oder mit der Stadt Memmingen auseinanderzusetzen. An je zwei Wochenenden sollen Besucher die Möglichkeit erhalten, das Haus zu besuchen, die Künstler kennenzulernen und einen Einblick in ihre Arbeit zu erhalten. Am Ende des Stipendiums stehen entweder eine Ausstellung in der MEWO-Kunsthalle oder eine öffentliche Lesung.

Bewerben können sich dabei Künstler mit akademischer Ausbildung und solche, deren Befähigung durch rege Ausstellungstätigkeit unter Beweis gestellt wurde. Weiter sind Autoren zugelassen, die in ihrem Schaffen eine literarische Befähigung erkennen lassen, so Bayer. Das Haus würde wieder werden, was es einmal war, ein Atelierhaus, in dem Kunstschaffende wohnen und arbeiten.

Das Gebäude soll außerdem eine Erschließung von hinten mit einem Park bis zum Bach erfahren. Ein Holzsteg in den Stadtpark könnte als Anbindung Wunder wirken, zumal es einen Zugang von der Donaustraße zum ehemaligen LGS-Gelände gebe, so der Kulturamtsleiter. Über die Vergabe der Stipendien entscheide eine Jury bestehend aus dem Oberbürgermeister, dem Kulturreferenten des Stadtrates, dem Leiter der MEWO-Kunsthalle, dem Kulturamtsleiter und der Intendantin des Landestheaters Schwaben. (ew)

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