Eine „Kämpferin und ein Glücksfall“

Lebenshilfe-Geschäftsführerin Ursula Mader geht in Ruhestand

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Der Stabwechsel ist vollzogen. Die künftige Ruheständlerin Ursule Mader (links) und ihre Nachfolgerin, Katharina Sinz.

Memmingen - Mit einem Festakt wurde nach insgesamt 18-jähriger Tätigkeit die bisherige Geschäftsführerin des Memminger Vereins Lebenshilfe, Ursula Mader, in den Ruhestand verabschiedet. Als Nachfolgerin tritt nun die 37-jährige Sozialwirtschaftlerin und Physiotherapeutin, Katharina Sinz, an, um die Geschicke der Lebenshilfe zu leiten.

Umfangreich war die Gästeliste und zahlreich die langjährigen Wegbegleiter die zur Verabschiedung von Ursula Mader in das Förderzentrum Notker-Schule kamen und von der Vereinsvorsitzenden, Jutta Maier, begrüßt wurden. Durchaus umfangreich - mit Sketchen, Gedichten und Liedern - war auch die Verabschiedung der bewährten Mitarbeiterin. 18 Jahre lang leitete die heute 63-Jährige die Geschicke der Lebenshilfe und trug wesentlich dazu bei, dass die Einrichtung organisatorisch, finanziell und personell in modernen Strukturen arbeiten konnte.

Maders Zuständigkeiten waren umfangreich. Sie überwachte Finanzen, kümmerte sich um Fördergelder, organisierte das Personalwesen und koordinierte und beaufsichtigte die einzelnen Baumaßnahmen in Memmingen und Mindelheim. „Sie war ein Glücksfall für die Lebenshilfe“, wie Oberbürgermeister Manfred Schilder formulierte. Sie „kämpfte“ für die Ziele der Lebenshilfe ebenso wie für die Förderung behinderter Menschen in den verschiedensten Einrichtungen.

Vorstand und Grußwortredner waren sich einig in der gemeinsamen Einschätzung. „Sie war nicht nur intelligent und zielstrebig, sondern durch ihre herzliche und fröhliche Art äußerst beliebt bei allen, denen sie in ihrem Umfeld begegnete. Bedauern und ein wenig Wehmut löste deshalb ihr Abgang aus. „Ihr Einsatz hat beachtliche Spuren hinterlassen und sie waren immer an einvernehmlichen Lösungen interessiert“, lobte der stellvertretende Bezirkstagspräsident Alfons Weber die angehende Ruheständlerin. Landrat Hans-Joachim Weirather zollte Mader Anerkennung für ihre sprühende und ansteckende Herzlichkeit und bedauerte, dass das bisher so erfolgreiche Triumvirat nun keinen Bestand mehr habe. Oberbürgermeister Manfred Schilder bedauerte in seiner launigen Laudatio, dass man so ein „Mädchen“ überhaupt in den Ruhestand gehen lassen kann, ihre Nachfolgerin, Katharina Sinz, trete in große Fußstapfen.

Mindelheims erster Bürgermeister Dr. Stephan Winter erinnerte in seinem Grußwort an den Kindergarten der Lebenshilfe in Mindelheim, der in der Verantwortung Maders errichtet wurde. Auch der Landesgeschäftsführer der Lebenshilfe, Dr. Jürgen Auer, bestätigte der langjährigen Geschäftsführerin: „Sie haben es prächtig verstanden all die verschiedenen Beziehungen zusammenzuhalten“. Mader selbst sagte: „Es waren für mich 18 unglaubliche Jahre. Ich habe in dieser Zeit Wunderbares erlebt.“

Als ihre Nachfolgerin tritt zum 1. Mai die aus dem Westallgäu stammende 37-jährige Sozialwirtschaftlerin und Physiotherapeuten Katharina Sinz an. Zuvor hatte Sinz sieben Jahre bei den Waldburg-Zeil Kliniken in verschiedenen Führungspositionen, zuletzt als Klinikdirektorin an den Fachkliniken Wangen, gearbeitet. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Lehrerquartett und dem Chor Klangwerkstatt.(jw)

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