Weltpremiere am Schweizerberg

Memmingen: Marionettentheater zeigt „Tratsch im Treppenhaus“

Eine Figur im Marionettentheater Memmingen aus dem Stück „Tratsch im Treppenhaus“.
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Nach monatelanger Pause spielt das Memminger Marionettentheater wieder und präsentiert mit dem „Tratsch im Treppenhaus“ gleich eine Weltpremiere am Schweizerberg.

Memmingen – Am 3. Oktober öffnete sich erstmals der Vorhang für die neueste Produktion der Memminger Puppenspieler. Bedingt durch die derzeitigen Beschränkungen fand die Premiere, wie auch die zweite Vorstellung, vor „kleinem“, aber begeistertem Publikum statt. Gezeigt wurde die Komödie „Tratsch im Treppenhaus“ von Jens Exler.

Bekannt wurde dieses Stück durch das Hamburger Ohnsorg Theater mit der unvergessenen Heidi Kabel in ihrer Paraderolle. Viele kleine und große Theaterbühnen der Republik spielen das Stück bis heute – nun wird ein neues Kapitel Theater-Geschichte geschrieben: erstmals, weltexklusiv wird in Memmingen der „Tratsch“ mit Marionetten aufgeführt.

Das Team des Memminger Marionettentheaters hat sich mit viel Herzblut und Leidenschaft daran gemacht, dieses Stück mit „Puppen an Fäden“ zu spielen und ihm etwas Memminger Lokalkolorit zu verpassen. In monatelanger Arbeit wurde das Bühnenbild, viele Requisiten und insgesamt 19 neue Figuren in der Werkstatt des kleinen Theaters und in vielen Stunden Heimarbeit erstellt. Den „Stars an Fäden“ verliehen verschiedene SprecherInnen ihren eigenen Charakter.

Das Stück nimmt sein Publikum mit auf eine kleine Zeitreise in die 80er Jahre, in ein Mietshaus in Memmingen. Die Hausbewohner, mit ihren Eigenheiten und Marotten, kommen den meisten wohl irgendwie bekannt vor: Vom schrulligen pensionierten Steuerinspektor a. D. Brummer, der gutmütigen Frau Knoop mit dem großen Herzen, Heike, Tochter eines großen Memminger Autohausbesitzers, die Zuflucht bei Frau Knoop sucht, Basti, dem Neffen von Herrn Brummer, der sich bei seinem Onkel einquartiert oder dem polternden Hauswirt und Metzgermeister Westermayer, einem notorischen Schürzenjäger.

Zentrale Figur ist allerdings Frau Schnabel, die sich für den guten Geist des Hauses hält, jedoch alle(s) beobachtet, an Türen lauscht und auch mal gerne durch das Schlüsselloch spioniert. Sie sorgt für ordentlich Zündstoff und gehöriges Durcheinander – getreu dem Motto „Der frömmste Mensch kann nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt…“.

Termine und Karten

Weitere Termine (immer samstags) sind der 7. und 28. November sowie am 23. Januar 2021. Das Stück wird auch in der weiteren Spielzeit 2021 fortgesetzt. Einlass ab 18.45 Uhr, Vorstellungsbeginn 19.30 Uhr. Aufgrund des momentan geltenden Abstandsgebots und entsprechender Umsetzung der Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen steht nur eine begrenzte Zahl an Plätze bereit (etwa ein Drittel der normalen Bestuhlung). Karten gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen, online oder direkt im Memminger Marionettentheater Schweizerberg 8. Die Theaterkasse ist an Vorstellungstagen 45 Minuten vor Spielbeginn sowie am Dienstag Abend von 19 bis 21 Uhr besetzt. Telefonisch können keine Karten reserviert werden. Nähere Informationen unter: www.memminger-marionettentheater.de. (MK)

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