„Brückenbauer in einer Gesellschaft der Vielfalt“

Memmingen: Neuer Integrationsbeirat nimmt die Arbeit auf

Schwarzer Mann und weiße Frau
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Gheorghita Partricia Isac wurde bei der konstituierenden Sitzung des Integrationsbeirats zu dessen Vorsitzender gewählt, sie wird von Abdoul Rahamane Traore vertreten.

Memmingen - In seiner konstituierenden Sitzung vom vergangenen Mittwoch hat sich der neu gegründete Integrationsbeirat der Stadt ein Führungsduo gegeben und kann damit seine Arbeit aufnehmen. Gheorghita Partricia Isac wurde zur Vorsitzenden des neuen Gremiums gewählt, als ihr Stellvertreter wurde Abdoul Rahamane Traore gewäht.

Isac, eine gelernte Erzieherin, wurde als Kandidatin aus dem Herkunftsbereich Europäische Union vom Stadtrat in den Integrationsbeirat gewählt. Traore arbeitet als Architekt und Stadtplaner beim Stadtplanungsamt und kam aus dem Herkunftsbereich Afrika in den Integrationsbeirat.

Vertretung der Migranten

Der Integrationsbeirat ist die neue Vertretung der in der Stadt lebenden Migranten, der den bisherigen Ausländerbeirat ersetzt. Neben dem Oberbürgermeister oder einer Vertretung gehören dem neuen Integrationsbeirat der Stadtratsreferent für Integration und die Vertreter aller Stadtratsfraktionen an. Darüber hinaus sind insgesamt zwölf Migrantinnen und Migranten aus acht verschiedenen Herkunftsbereichen als weitere ehrenamtliche Mitglieder vom Stadtrat gewählt worden. Aus ihrer Mitte heraus wurde nun das neue Führungsduo bestimmt. Sowohl Gheorghita Partricia Isac als auch Abdoul Rahamane Traore mussten sich jeweils in einer Stichwahl durchsetzen. Das neu geschaffene Gremium soll in den kommenden fünf Jahren „die Kernfragen des städtischen Zusammenlebens“ behandeln, so Oberbürgermeister Manfred Schilder.

Zusammenleben gestalten

In der Stadt der Freiheitsrechte, so der Oberbürgermeister, müsse es selbstverständlich sein, dass „die Menschen in Frieden und Freiheit miteinander leben können“ und die Memminger Stadtgesellschaft mit ihren ganz unterschiedlichen Charakteren gedeihen kann. Der ehrenamtliche Integrationsbeirat soll Formen des Zusammenlebens finden und gestalten sowie die Stadtverwaltung und den Stadtrat in allen Integrationsfragen beraten. Das Gremium ist unabhängig sowohl von der Verwaltung als auch von der Kommunalpolitik. Es sollen, dort wo es nützlich ist, Anträge gestellt und Empfehlungen gegeben werden und das Gremium als „Brückenbauer in einer Gesellschaft der Vielfalt“ verankert werden.

Kommunales Integrationskonzept

Als erste konkrete Aufgabe des Integrationsbeirates steht die Erarbeitung eines vom Stadtrat gewünschten „Kommunalen Integrationskonzeptes“ auf der Agenda. Darüber hinaus wird das Gremium das traditionelle „Fest der Kulturen“ im Sommer auf dem Westertorplatz vorbereiten.

Auf Vorschlag des Oberbürgermeisters gab sich der Beirat einstimmig mit Antonino Tortorici einen neuen Ehrenvorsitzenden. Tortorici war über dreißig Jahre im früheren Ausländerbeirat der Stadt aktiv und seit 1995 dessen Vorsitzender und Ausländerbeauftragter der Stadt. Eine feierliche Ernennung soll ebenfalls im Sommer beim „Fest der Kulturen“ stattfinden. (to)

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