Große Fachkompetenz und Weitblick

Memmingen: Pflegedienstdirektor Stopora in den Ruhestand verabschiedet

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Im Rahmen eines Rathausempfangs verabschiedete Oberbürgermeister Manfred Schilder den Pflegedienstdirektor Hans-Jürgen Stopora in den Ruhestand und überreichte als Anerkennung seiner langjährigen Verdienste einen Schickler-Stich sowie an seine Ehefrau Dolores einen Blumenstrauß. 

Memmingen - 25 Jahre lang war Hans-Jürgen Stopora als Pflegedienstdirektor Chef von über 600 Pflegekräften am Memminger Klinikum. Nun wurde Stopora im Rahmen eines Festaktes im Rathaus von Oberbürgermeister Manfred Schilder in den Ruhestand verabschiedet.

„Es geht heute um einen neuen und erfreulichen Einschnitt in Ihrem Leben“, begrüßte Schilder den angehenden Ruheständler im Rathaus. „Nach nunmehr 40 Jahren Pflegedienst, 33 Jahre als Pflegedienstleiter und davon wiederum 25 Jahre als Pflegedienstdirektor am Klinikum Memmingen darf ich Sie in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden“. Stopora war Chef von über 600 Pflegekräften und hat den Pflegedienst am Memminger Klinikum nicht nur mit großer Fachkompetenz und Weitblick geführt, sondern vorbildlich organisiert und immer wieder weiterentwickelt, so der Rathauschef.

Nach seiner Ausbildung an der Krankenpflegeschule Ulm und Zwischenstationen an der Uni-Klinik Ulm, in Neuenbürg/Schwarzwald und am Kreiskrankenhaus Kempten kam der in Ulm/Söflingen geborene Stopora 1994 bereits als Gesamtpflegedienstleiter und Mitglied der Krankenhausleitung ans Memminger Klinikum. Damals wurde das Kreiskrankenhaus gerade aufgelöst. Eine seiner ersten Aufgaben war also der Umzug ins Stadtkrankenhaus, was sich allerdings zunächst durch einen zuvor ereigneten Unfall durch einen Turmdrehkran verzögerte. Nach dem Umzug standen, bei laufendem Betrieb, die Patientenzimmer zur Sanierung an. Stopora führte Abteilungsleitungen ein und schuf eine neue Abteilung für Fort- und Weiterbildung. Gleichzeitig setzte er sich für eine neue Pflegedokumentation ein. 

Große Weitsicht bewies der scheidende Pflegedienstdirektor beim Ausbau des zweiten Obergeschosses im SPZ-Gebäude. Einer seiner größten Erfolge war jedoch laut Schilder die Einrichtung der Palliativstation. „Sie haben sich in den 25 Jahren für vieles eingesetzt und die Entwicklung des Pflegedienstes und des Klinikums insgesamt sehr positiv geprägt“, formulierte der Rathauschef die Anerkennung der beispielhaften Leistungen.

„Kein Tag war langweilig. Ich habe mich immer gut aufgehoben gefühlt“, entgegnete Stopora. Zusammen mit seiner Frau Dolores nahm er die Glückwünsche des Rathauschefs entgegen. Als Anerkennung seiner großen Verdienste wurde Hans-Jürgen Stopora mit einem Schickler-Stich ausgezeichnet. „Ich habe die Verantwortung für Patienten, Mitarbeiter und Klinik immer gerne übernommen“.

Seine Nachfolgerin, die 52-jährige Renate Schlichthärle, bisher stellvertretende Pflegedirektorin an den Sana-Kliniken des Landkreises Biberach/Riß, ist bereits im Amt und wird die Arbeit in seinem Sinne fortführen. (jw)

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