Ein Gefühl dafür entwickeln, was ankommt

Schüler des Berufsgrundschuljahres gestalten und fertigen Kleinmöbel

Der Sieger des Wettbewerbs, Linus Hörmann, mit Schulleiter Meinrad Stör und Oberbürgermeister Manfred Schilder neben dem besten Möbelstück, einem Rolltisch in Wenge und Ahorn.
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Der Sieger des Wettbewerbs, Linus Hörmann, mit Schulleiter Meinrad Stör und Oberbürgermeister Manfred Schilder neben dem besten Möbelstück, einem Rolltisch in Wenge und Ahorn.

Memmingen – Die Schüler des Berufsgrundschuljahres im Tischlerhandwerk haben in der Johann-Bierwirth-Schule ihre Abschlussarbeiten zur Bewertung vorgestellt. Dem Sieger winkte dabei ein Preisgeld in Höhe von 50 Euro.

Das Berufsgrundschuljahr im Handwerk ist gleichzusetzen mit dem ersten Lehrjahr. Die angehenden Tischler sind in diesem Jahr nicht im Ausbildungsbetrieb sondern ausschließlich in der Schule. Dort lernen sie die Grundkenntnisse des Tischlerhandwerks in Theorie und Praxis, bevor sie in die Schreinereien für weitere zwei Lehrjahre entlassen werden.

Zum Abschluss des Berufsgrundschuljahres wurde den Jungschreinern und -schreinerinnen die Aufgabe gestellt, ein Kleinmöbel zu entwerfen und auch selbst anzufertigen. Die Schüler sollen bei dieser Aufgabe ein Gefühl dafür bekommen, was bei den Kunden ankommt, erläuterte Klassenleiter Roland Vetter. Deshalb werden auch die 2.000 Schüler der Johann-Bierwirth-Schule befragt, was sie von den Entwürfen halten.

Die fertigen Möbel wurden nun unter den kritischen Augen des ehemaligen Prüfungsausschussvorsitzenden Josef Förg, dem Schulleiter, Oberstudiendirektor Meinrad Stör und Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder bewertet. Die Kriterien bei der Bewertung waren dabei recht anspruchsvoll und die vollen fünf Punkte bei jedem Bewertungspunkt erreichte niemand. Bei den Kleinmöbeln, meistens Regale, wurde die eigenständige Form, die Funktion, die Ausgewogenheit der Proportionen und die materialgerechte Bearbeitung, sprich die Sauberkeit der Verarbeitung, bewertet. Gerade beim letzten Punkt traten die meisten Defizite zutage, was aber nach einjähriger Ausbildung mehr als entschuldbar ist.

Oberbürgermeister Manfred Schilder zeigte sich sehr interessiert an den Entwürfen und meinte, Holz sei ein wunderbarer Werkstoff. Erster Sieger wurde der 17-jährige Linus Hörmann, dessen Vater eine Tischlerei in Bonlanden betreibt. Sein Rolltisch in Wenge mit gedrechselten Rädern aus Ahorn überzeugte durch ein tolles Design, hohen Schwierigkeitsgrad und nahezu perfekte Verarbeitung. (ew)

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