Gegen die Vereinsamung

Demenzprojekt "Wir treffen uns im Internet" wird finanziell gefördert

Bei der Scheckübergabe von links: Annabel Göhler vom Partner Projekt Neuland aus Immenstadt, Stephan Vogt von Familiengesundheit 21, Staatssekretär im bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerium Klaus Holetschek, Rüdiger Erling vom Bayerischen Pflegerat, Günther Kuntz von Familiengesundheit 21, Dr. Christine Schwendner, Leiterin des Referats Demenzstrategie und MdL Bernhard Seidenath, Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Pflege.
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Bei der Scheckübergabe von links: Annabel Göhler vom Partner Projekt Neuland aus Immenstadt, Stephan Vogt von Familiengesundheit 21, Staatssekretär im bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerium Klaus Holetschek, Rüdiger Erling vom Bayerischen Pflegerat, Günther Kuntz von Familiengesundheit 21, Dr. Christine Schwendner, Leiterin des Referats Demenzstrategie und MdL Bernhard Seidenath, Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Pflege.

Memmingen/Unterallgäu - Das bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium fördert in diesem Jahr erstmals Projekte aus Mitteln des „Bayerischen Demenzfonds“. Davon profitieren nun auch Memmingen und das Unterallgäu.

Der Staatssekretär im bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerium, Klaus Holetschek, betonte anlässlich der Übergabe des ersten Förderbescheids seit Bestehen der Förderrichtlinie DEMTeil in Memmingen: „Ziel des bayerischen Gesundheits- und Pflegeministeriums ist es, die Lebenssituation von Menschen mit Demenz sowie ihrer Angehörigen in Bayern weiter zu verbessern. Die COVID-19 Pandemie kann insbesondere bei Menschen mit Demenz zu einer sozialen Isolation aufgrund ausbleibender Besuche von Angehörige und Freunden führen. In dieser Situation bietet das Projekt ‘Wir treffen uns im Internet‘ eine gute Alternative, um der Vereinsamung entgegenzuwirken.“

Das Projekt „Wir treffen uns im Internet“ des Vereins „Familiengesundheit 21 e.V.“ soll die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Demenz während der Corona-Pandemie durch den Ausbau von digitalen Anwendungen ermöglichen. Insgesamt sollen sieben Kontakt- und Übungsstationen an mehreren Standorten (Memmingen, Memmingerberg, Erkheim, Boos) eingerichtet werden, die verschiedene digitale Anwendungen, wie zum Beispiel Videotelefonie, Streamingdienste oder Spiele zur kognitiven Aktivierung ermöglichen. Betroffene und ihre Angehörigen werden im Umgang damit speziell geschult. Die technischen Voraussetzungen sowie die Fernbetreuung von Angehörigen werden von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des „Digital Kompass“ übernommen, die am Mehrgenerationenhaus Memmingen seit Dezember 2019 einen Standort haben.

Anträge auf Förderung durch den Bayerischen Demenzfonds können jährlich zweimal – zum 30. Juni und zum 31. Dezember – postalisch beim Landesamt für Pflege unter folgender Adresse gestellt werden: Bayerisches Landesamt für Pflege, Köferinger Straße 1, 92224 Amberg oder per E-Mail an: demenzfonds@lfp.bayern.de. Für den nächsten Bewerbungsstichtag am 31.12.2020 können noch Projektanträge und Vorschläge für wissenschaftliche Auszeichnungen eingereicht werden. (MK)

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