Impfbus in Dickenreishausen in Betrieb genommen worden

Memmingen weitet mobiles Impfangebot aus

Blick in einen Impfbus
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Ein Blick in den Innenraum des jetzt in Dickenreishausen in Betrieb genommenen Impfbusses.

Memmingen/Dickenreishausen - Als Ergänzung zu den Impfzentren der Stadt Memmingen und des Unterallgäus hat der neue Impfbus vom Malteser Hilfsdienst in Dickenreishausen den Betrieb aufgenommen.

84 Frauen und Männer der Priorität 2 aus der Gemeinde konnten direkt am Starttag im Impfbus unter Aufsicht des ärztlichen Leiters des Memminger Impfzentrums, Dr. Hardy Götzfried geimpft werden.

Dieser Impfbus ist bereits das dritte Malteser-Einsatzfahrzeug dieses Typs. Auch wieder ein ehemaliger Ingolstädter Linienbus, der von den Maltesern in Bayern zu einem mobilen Impf-Einsatz umgebaut wurde. Wichtig ist hierbei, dass die technisch hohen Anforderungen erfüllt werden. Ein notwendiger zertifizierter Medikamenten-Kühlschrank, Zugang für Rollstuhlfahrer/innen und Rollator-Benutzer/innen, Abtrennungen für Beratung, Impfung und Nachimpfungs-Ruheraum. Auch sehr wichtig ist die eigenständige EDV-Unterstützung, die von der Stadt Memmingen eingerichtet wurde und auch weiterhin von ihr betreut wird.

Termine für Zweitimpfung

Auch wenn der Impfbus völlig autark ist, sind Stellplätze mit Standsicherheit, Toiletten, Strom- und Wasserversorgung sowie ausreichend Parkmöglichkeiten natürlich ideal. So wie jetzt der Standort der Freiwilligen Feuerwehr in Dickenreishausen, wie der Stellvertretende Bezirksgeschäftsführer des Malteser Hilfsdiensts, Bruno Ollech erläuterte. Am Impftag werden auch direkt die Termine für die Zweitimpfung festgelegt.

Wie Oberbürgermeister Manfred Schilder ausführte, ist das Angebot des Impfbusses eine Unterstützung der Impfzentren und ein besonderer Service für Bürger, die nicht so mobil sein können oder auch in etwas entlegeneren Orten wohnen. Er freut sich über die gelungene Arbeit des Malteser Hilfsdienstes in Zusammenarbeit mit den beteiligten Städten und Gemeinden. So sind die nächsten Einsätze des neuen Fahrzeugs in den Orten Bad Grönenbach, Ottobeuren, Babenhausen, Memmingen-Steinheim und Memmingen-Eisenburg schon geplant und organisiert.

Übereinstimmend mit dem ärztlichen Leiter des Impfzentrums Memmingen, Dr. Götzfried und OB Schilder, hat auch der Unterallgäuer Landrat Alex Eder bekräftigt, dass nur die Versorgung mit den Impfstoffen und die schnelle Impfung der einzige Weg aus dieser Krisensituation ist. Auch ist Eder sehr erfreut über den Einsatz des Impfbusses im Unterallgäu. Dieser besondere Service ist „nah an den Menschen im Landkreis“ bekräftigte der Landrat.

Aktuell herrscht der Katastrophenfall

Anwesend war natürlich auch der zuständige Leiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Memmingen, Andreas Land. Bei den meisten Bürgern ist es vielleicht etwas aus dem Sichtfeld geraten, dass in Bayern aktuell noch der Katastrophenfall ausgerufen ist. So muss sich Andreas Land zum zweiten Mal nach der Zeit vom 16.03.2020 bis 16.06.2021 und aktuell seit dem 09.12.2020 schon seit 92 Tagen um die Koordinierung der Rettungsdienste für die Stadt Memmingen kümmern.

Im Katastrophenschutz-Hilfeleistungssystem Bayern arbeiten Feuerwehren, freiwillige Hilfsorganisationen, Technisches Hilfswerk, Polizei, Bundeswehr und Bundespolizei eng mit den Katastrophenschutzbehörden zusammen.

Ehrenamtliche wichtig

Von ganz erheblicher Bedeutung für den Katastrophenschutz sind die vielen Ehrenamtlichen, der größte Teil der Einsatzkräfte. Die ehrenamtlichen Kräfte bilden das Rückgrat der örtlichen Gefahrenabwehr und des Katastrophenschutzes. Ohne sie wäre der Katastrophenschutz in Bayern in seiner derzeitigen Form nicht denkbar.

Wer sich online unter http://impfzentren.bayern.de zur Impfung registriert hat, zur Priorisierungsgruppe zählt, die aktuell geimpft wird ((im Moment die Priorisierungsgruppe 2, beispielsweise Personen über 70) und aus den angefahrenen Ortsteilen/Gemeinden kommt, wird vom Impfzentrum kontaktiert und zur Impfung im Impfbus eingeladen. (rb)

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