14. Memminger Ausbildungsmesse war ein voller Erfolg

Wie man den Fachkräftemangel vermeidet

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Memmingen – 6.000 Besucher konnte die Memminger Ausbildungsmesse am vergangenen Samstag in den Schulen FOS/BOS, BBZ und der Staatlichen Berufsschule verzeichnen. Auf der vom Arbeitskreis SchuleWirtschaft organisierten Messe zeigten 140 Unternehmen und Organisationen, welche beruflichen Möglicheiten es in der Region gibt.

Karl Albrecht, Leiter der FOS/BOS eröffnete den Stehempfang der geladenen Gäste und hob in seiner Rede die fachpraktische Ausbildung an seiner Schule hervor. Dieses Praktikum zählt seit neuestem zum Abiturschnitt und wird im Zeugnis bewertet. In der Abiturlandschaft sei dies einmalig, so Albrecht. 

Der Vorsitzende des Arbeitskreises SchuleWirtschaft, Bertram Hörtensteiner, lobte in seiner Rede den Unterallgäuer Wirtschaftsraum. Im Ranking des Nachrichtenmagazins Focus rangiere Memmingen bei den attraktivsten, produktivsten und wachstumsstärksten Regionen Deutschlands auf Rang drei und auch bei den Jugendarbeitslosenzahlen läge es mit 1,3 Prozent an der Spitze. Diese Vorrangstellung ist laut Hörtensteiner das Ergebnis vielfältiger Bemühungen wie Azubi-Tag, Abend der Berufe, Tag der offenen Tür, Berufsoffensive oder eben der Memminger Ausbildungsmesse, die eine besondere Chance sei, sich bei der beruflichen Suche Orientierung zu verschaffen. Die Ausbildungsmesse biete den Betrieben eine Plattform, um sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. 

Über 250 Berufsbilder mit ihren Ausbildungsinhalten würden eine kompetente Hilfe für die Berufswahl bieten. Die Suche nach geeigneten Azubis gestalte sich zunehmend schwierig, führte Hörtensteiner weiter aus. Gute Auftragsbücher und Vollbeschäftigung ließen zwar mit einem guten Gefühl ins neue Auftragsjahr gehen, aber es gebe auch dringend notwendige Überlegungen zur Vermeidung des Fachkräftemangels. Jungen EU-Migranten oder Menschen aus krisengeschüttelten Regionen müsste neben einer soliden Grundversorgung auch die Möglichkeit eröffnet werden, beruflich Fuß zu fassen. Oberbürgermeister Manfred Schilder outete sich im Anschluss als „Fan der dualen Ausbildung“ ging aber auch auf den Fachkräftemangel ein. Man könne in dieser konjunkturell extrem guten Lage viel mehr machen, aber es fehlten die Menschen, die die Arbeit leisten, so das Stadtoberhaupt. 

In einem Impulsreferat zeigte Dagmar Fritz-Kramer von der Firma Baufritz die Anforderungen auf, denen Ausbildungsbetriebe heute gegenüber stehen. Die Herausforderung des digitalen Bauens verbunden mit Energieeffizienz erfordere einen ganz neuen Arbeitsablauf. Zeichnungen werden am Computer in 3D erstellt und das Haus dann als kleines Modell in einem 3D-Drucker für den Kunden ausgedruckt. Auch würden die Betriebe immer internationaler: Fritz-Kramer erzählte von einem aktuellen Gebäude, dass die Firma Baufritz in England errichtet. Hier bestehe der Auftraggeber darauf, dass nur Handwerker aus Deutschland am Bau beteiligt sind. Das zeige nach Ansicht von Fritz-Kramer, das es weltweit selten so gut ausgebildete Handwerker wie in Deutschland gebe. Eine weitere Herausforderung sei die rasante technische Entwicklung. Gerade die Haustechnik habe sich in den vergangenen Jahren sehr gewandelt. Smarthome und vernetzte Gewerke stellen neue Anforderungen auch an die Ausbildung, wo die Kommunikation zwischen den Beteiligten immer wichtiger werde. (ew)

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