Memminger Feuerwehr mit Schaumtrainer ausgerüstet

Gefährliche Situationen besser üben

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Die Feuerwehrmänner Josef Funke und Michael Stoeber löschen sehr gekonnt und fachmännisch mit Schaum das Feuer. Im Hintergrund von links: Florian Ramsl (Bayerische Versicherungskammer), Stadtbrandrat Raphael Niggl. Oberbürgermeister Manfred Schilder und Feuerwehrreferent Gottfried Voigt.

Memmingen - Die drei Staatlichen Feuerwehrschulen des Landesfeuerwehrverbandes, zusammen mit der Versicherungskammer Bayern, haben die Memminger Feuerwehr im Rahmen einer Sponsoring-Aktion jetzt mit einem Schaumtrainer ausgestattet.

Die Feuerwehrleute können künftig mit dem Schaumtrainer alle gefährlichen Situationen in verkleinertem Maßstab mit geringen Mengen Brennstoff und Löschmittel simulieren. Eine Demonstration dieser Anlage fand jetzt auf dem Gelände der Feuerwehr statt. Ein Tanklastzug voll Kraftstoff brennt. Dieses Szenario zu beherrschen lernen die bayerischen Feuerwehren jetzt mit einem neuen Übungsgerät – dem Schaumtrainer. Die Versicherungskammer Bayern rüstet für 400.000 Euro alle 96 Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern mit jeweils einer Anlage aus. Florian Ramsl, bei der Versicherungskammer verantwortlich für die Feuerwehr-Förderung, begründet das Engagement so: „Schadensverhütung und Schutz der Feuerwehrleute sind uns traditionell ein besonderes Anliegen. Der Schlüssel dazu ist eine fundierte Ausbildung“. Die Feuerwehrleute können mit dem Schaumtrainer alle gefährlichen Situationen in verkleinertem Maßstab mit geringen Mengen Brennstoff und Löschmittel simulieren. Die mobile Anlage umfasst alle für einen Schaumstoffeinsatz notwendigen Strahlrohre, Schläuche und Gerätschaften. In Miniaturgröße zu trainieren löst ein großes Problem der Ausbildung, denn zuvor konnten die Einsatzkräfte sich lediglich in der Theorie auf den Ernstfall vorbereiten. Schließlich ist es undenkbar, aus Übungszwecken einen Tanklastzug in Brand zu setzen. „Mit dem Schaumtrainer können wir im Kleinen realistisch üben, was im Großen aus Kosten und Umweltgründen nicht möglich ist“, so der Leiter der Staatlichen Feuerwehrschule in Geretsried, Dr. Christian Schwarz. Oberbürgermeister Manfred Schilder dankte den Sponsoren für diese hilfreiche Unterstützung der Feuerwehr in ihrer täglichen Arbeit. „Mit Hilfe dieses Gerätes können wir noch besser werden“, sagte dazu Stadtbrandrat Raphael Niggl. „Wir müssen immer mehr ökologisch handeln und die Umwelt schützen“. Laut Florian Ramsl von der Bayerischen Versicherungskammer wird durch den Einsatz von Schaum die Löschwirkung des Wassers entsprechend verbessert. Die beiden Zugführer, Josef Funke (Löschzug 5) und Michael Stoeber (Löschzug 4), die zuvor am Gerät ausgebildet wurden, führten den Schaumtrainer zur Demonstration vor, um zu zeigen wie er funktioniert. (jw)

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