„Wer nicht wirbt, der stirbt“

Messe „Bauen – Leben – Umwelt“ in Memmingen

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Rund 3.500 Besucher besuchten am vergangenen Wochenende die zehnte Auflage der Messe „Bauen - Leben – Umwelt“.

Memmingen - Bereits zum zehnten Mal konnten sich die Besucher bei der Messe „Bauen – Leben – Umwelt“ in der Memminger Stadthalle über die neuesten Trends der Baubranche informieren. Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Gottfried Voigt, sprach gar von einer „kleinen internationalen Handwerksmesse“.

Zusammen mit dem Event-Manager Manfred Künstle veranstaltete die Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim diese Messe. 14 der Aussteller, die überwiegend aus der Region kommen, seien von Anfang an dabei, was für die Qualität der Veranstaltung spreche, führt Künstle zu Beginn aus. Nicht die Quantität sei dabei entscheidend, sondern die Qualität, ergänzt Voigt. Trotz der unglaublich hohen Nachfrage im Baugewerbe sei eine solche Messe wichtig. „Wer nicht wirbt, der stirbt“, so Voigt. 

Auch der stellvertretende Kreishandwerksmeister Georg Göttinger attestierte dem Handwerk eine gute Auslastung. Im Gegensatz zur Münchner Baumesse sei die Memminger Messe eine echte Handwerksmesse, so Göttinger. Gerade im Baubereich habe sich aber in den vergangenen Jahren sehr viel verändert und der Handwerksmeister warnte vor dem Fachkräftemangel, der sich auch im Ausbildungsbereich bemerkbar mache. Oberbürgermeister Manfred Schilder lobte das breite Spektrum an Dienstleistungen das hier geboten werde. Zum Thema Fachkräftemangel räumt der Rathauschef ein, dass dies durchaus eine Herausforderung sei. Die Baubranche boome und deshalb bekomme man bei öffentlichen Ausschreibungen weniger Angebote, als es früher der Fall war. Schilder zeigte sich aber zufrieden, weil man die meisten Aufträge an heimische Firmen vergeben könne.

Der Landtagsabgeordnete Klaus Holetschek sprach über den politischen Aspekt und forderte eine Reform des Vergaberechts. Auch müsse das Auslegen von Ermessensentscheidungen erleichtert und eine grundlegende Entbürokratisierung für den Baubereich stattfinden. Die Unternehmen seien wirkliche Leistungsträger und deshalb gelte es, sie zu stärken. Holetschek betonte auch die hohe Qualität des deutschen Handwerks und sprach sich für den Meisterbrief aus. Dieser sei ein Qualitätssiegel, „das wir brauchen und auch erhalten werden.“

Auf dem anschließenden Rundgang wurde dann eine Weltneuheit präsentiert: Die Firma Martin fertigt seit neuestem ein Kunstofffenster in Holzoptik auf Stoß geschnitten ohne Gehrung. Und die Fertigungsmaschine dafür werde auch noch in Memmingen von der Firma Urban gebaut, weiß Künstle. Damit schließe sich der Kreis aus Handwerk und Industrie. Insgesamt rund 3.500 Besucher nutzten an den beiden Tagen die Informationsangebote an den zahlreichen Ständen. Auch die Vorträge zu den vielen Themen rund ums Bauen waren in diesem Jahr wieder gut besucht. (ew)

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