Kreistag informiert sich vor Ort über geplante Baumaßnahmen

Millionen-Bekenntnis zu beiden Klinik-Standorten

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Einen Überblick über die geplanten Baumaßnahmen an den Kreiskliniken in Mindelheim und Ottobeuren gab Kliniken-Vorstand Franz Huber dem Unterallgäuer Kreistag. In Ottobeuren soll zunächst das alte Archiv im Westen des Krankenhauses (Gebäudeteil rechts im Bild) abgerissen werden. Der Baubeginn ist für November geplant.

Unterallgäu - Neue Operationssäle, neue Funktionsgebäude und eine umfassende Verbesserung des Brandschutzes: Dafür werden die Unterallgäuer Kreiskliniken in den kommenden Jahren an den Standorten Mindelheim und Ottobeuren insgesamt voraussichtlich rund 75 Millionen Euro investieren.

Wie sich die Kosten verteilen und welche Maßnahmen im Detail geplant sind, hat Kliniken-Vorstand Franz Huber den Mitgliedern des Unterallgäuer Kreistags jetzt im Rahmen einer außerordentlichen nicht-öffentlichen Sitzung erläutert. Diese fand zunächst in der Kreisklinik in Ottobeuren und danach in Mindelheim statt.

Der Baubeginn in Ottobeuren ist laut Huber nach aktuellem Stand für November geplant. Nachdem für das Krankenhaus-Archiv ein Raum im Dachgeschoss ausgebaut wurde, soll im ersten Schritt das bisherige Archiv im Westen der Kreisklinik abgerissen werden. Sind diese Vorarbeiten abgeschlossen, gehe es mit dem Anbau einer neuen Intensivstation, neuer Operationssäle und einem neuen Bereich für die sogenannte Funktionsdiagnostik weiter. Gleichzeitig werde der Brandschutz weiter verbessert. Danach folgen laut Huber Sanierungsarbeiten im Bestand. Ende 2021 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Der Klinik-Vorstand geht derzeit von Kosten in Höhe von 27 Millionen Euro in Ottobeuren aus.

Mit weiteren 48 Millionen Euro rechnet Huber in Mindelheim. Dort soll ab 2021 gebaut werden - unter anderem entstehe ein neues Funktionsgebäude mit Operationssälen und Zentralsterilisation, außerdem werde der Brandschutz im ganzen Haus verbessert und die Lichtrufanlage erneuert. Alle Maßnahmen sind oder werden über das Krankenhaus-Förderprogramm bezuschusst.

„Unsere Kreiskliniken stehen hervorragend da“, betonte Landrat Hans-Joachim Weirather. „Mit den jetzt geplanten Maßnahmen versetzen wir beide Klinik-Standorte in einen Zustand, mit dem wir unserem Anspruch auf erstklassige medizinische Versorgung unserer Bevölkerung auch in Zukunft bestens gerecht werden.“ Im Rahmen der Sitzung informierte der Landrat den Kreistag ausführlich über den aktuellen Stand der Gespräche zur Zusammenarbeit mit dem Klinikverbund Kempten-Oberallgäu.(MK)

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