Nicht nur demonstrieren, sondern etwas tun

Müllvermeidung: P-Seminar des Vöhlin-Gymnasiums stellt Arbeiten vor

Sarah Brock und Jonas Eisner stellten das Projekt zur Müllvermeidung auf dem Marktplatz vor.
+
Sarah Brock und Jonas Eisner stellten das Projekt zur Müllvermeidung auf dem Marktplatz vor.

Memmingen – Nicht nur freitags demonstrieren, sondern sich wirklich Gedanken um die Umwelt machen und aktiv werden. Das taten die Schülerinnen und Schüler des Vöhlin-Gymnasiums und starteten zusammen mit dem Amt für technischen Umweltschutz ein Projekt zum Thema Müllvermeidung.

14 Schülerinnen und Schüler des Praxis-Seminars haben sich zusammen mit der Seminarleiterin Barbara Müller-Pollack im Rahmen des Kunst-Seminars mit der Bedeutung von Müllvermeidung beschäftigt und das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen. Mehrere große Grafiken wurden erstellt, die an Müllfahrzeugen und an Wertstoffinseln aufgestellt werden, um die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren. Weiter wurden Plakate entworfen, die regelmäßig zwischen den Wertstoffinseln in ganz Memmingen wandern. Zudem gestalteten die SchülerInnen einen Wertstoffcontainer als Kunstobjekt mit einer Hand, welche die Erde festhält.

Repräsentativ für das gesamte Seminar stellten Sarah Brock und Jonas Eisner gemeinsam mit Dietmar Hörberg vom Amt für technischen Umweltschutz das Projekt auf dem Marktplatz vor. Oberbürgermeister Manfred Schilder freute sich über die Aktion, stellte aber auch fest, dass es in Memmingen Bürger gibt, die mit dem Müll etwas sorglos umgehen. Gerade bei den Wertstoffinseln liege viel Unrat neben den Containern und kürzlich habe man eine komplette Küche aus dem Eisenburger Wald entsorgen müssen. Die Stadt wolle nicht immer mit Anzeigen und Bußgeldern agieren und deshalb sei es wichtig, die Bevölkerung auf Müllvermeidung aufmerksam zu machen und die entsprechenden Angebote anzunehmen, so der Rathauschef.

Die Schülerin Sarah Brock erläuterte im Anschluss die Arbeit des Praxis-Seminars. Zuerst habe man Ideen für das Plakatdesign und einige Sprüche gesammelt. Als nächstes suchte sich jeder ein Thema aus und es wurden die ersten Entwürfe angefertigt, bevor es an die endgültige Realisierung ging. Gerade die Gestaltung des Müllcontainers sei eine „coole Sache“ gewesen. Er soll ein schwarzes Loch darstellen, dass den Müll von der Welt wegzieht und in sich aufnimmt. Dietmar Hörberg vom Amt für technischen Umweltschutz zeigte sich von den Ergebnissen ebenfalls begeistert. Sein Amt sei nicht nur dafür zuständig den Müll zu entsorgen, sondern auch dafür zu sorgen, was mit dem Abfall danach passiert. Man versuche möglichst viel zu recyceln und vor allem zu verhindern, dass der Müll in andere Länder exportiert wird. Diese Themen würden viel zu selten nach außen getragen und deshalb freue es ihn, dass solch tolle Plakate entstanden sind. (ew)

Auch interessant

Meistgelesen

Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim besucht beste Junggesellen
Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim besucht beste Junggesellen
Corona in Memmingen: DLRG eröffnet Schnelltestzentrum
Corona in Memmingen: DLRG eröffnet Schnelltestzentrum
Memmingen: Kinderfest und Fischertag 2021 in traditioneller Form abgesagt
Memmingen: Kinderfest und Fischertag 2021 in traditioneller Form abgesagt

Kommentare