Monsterkonzert und Nachtumzug als Höhepunkte der närrischen Saison

Eine ganze Stadt im Faschingsfieber

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Schätzungsweise 15.000 Zuschauer wollten am vergangenen Samstag den Nachtumzug durch die Memminger Altstadt sehen. Im Bild Mitglieder der "Memminger Stadtbachhexen"

Memmingen - Das gemeinsame "Monsterkonzert" der etwa 200 Guggenmusiker am Freitagabend auf dem Marktplatz war nichts für zartbesaitete Ohren, dafür aber ein absoluter Höhepunkt des närrischen Treibens für alle faschingsbegeisterten Fans der Maustadt und weit darüber hinaus. Gefolgt vom großen Spektakel des begeisternden Nachtumzugs mit Hästrägern und Musikgruppen am Samstagabend. Das dreifache "Wo nei? D' Bach nei!" der Memminger Stadtbachhexen riss auch den hartnäckigsten Faschingsmuffel aus seiner Lethargie.

Beginnend mit einer interessanten Feuershow auf der imposanten Großraumbühne vor dem Steuerhaus und dem anschließenden Sternmarsch der teilnehmenden fünf Guggenmusiken D' Schillamongos aus Kirchdorf, der Hausemer Guggenmusik, der Lumpenkapelle Aitrach, der Guggenmusik Wuchzenhofen sowie den Tresner Moschtgügeler aus Liechtenstein, aus der Kalch-, Kramer-, Zangmeister- und Ulmer Straße sowie der Schlossergasse nahm das lautstarke Spektakel der Stadteroberung seinen Anfang. Die Guggenmusik, eine auf spezielle Weise schräg gespielte Blasmusik, angeführt von einer umfangreichen Schlagzeuggruppe die den Rhythmus vorgibt, verwandelten auch dieses Jahr den Marktplatz wieder im Nu in einen riesigen Hexenkessel. Tausende Fans waren auf den Beinen um das ausgelassene Treiben der Akteure lautstark zu beklatschen. Bis schließlich, nach jeweils zwei Einzelauftritten der Gruppen, das gemeinsame große "Monsterkonzert" angestimmt wurde. Ohrenbetäubend und schräg, aber einfach herrlich und einmalig. Ein einstündiges, beeindruckendes und farbenfrohes Spektakel das Memmingen einmal mehr als mittlerweile Faschingshochburg hochleben ließ.

Mit einer eindrucksvollen Narrenmesse in der gut besetzten St. Josefs-Kirche ging es dann am Samstag weiter. Mit ungewohnt anmutenden Messdienern und einem zu dichterischen Einlagen aufgelegten Pfarrer Waldmüller, die hervorragend zum Anlass passten, musikalisch unterstützt von der Aitracher Lumpenkapelle und den Dudelsackbläsern Highroad Pipes. Der absolute Höhepunkt des närrischen Wochenendes folgte schließlich am Abend: pünktlich um 17.59 Uhr setzte sich der diesjährige Nachtumzug durch die Straßen der Memminger Altstadt in Bewegung, flankiert wie schon in den Vorjahren von tausenden begeisterten Zuschauern. Vom Schweizerberg, über Rossmarkt, Weinmarkt, Maximilianstraße, Salzstraße, Kalchstraße zum Marktplatz und weiter zum Party-Zelt in die Grimmelschanze zog der Gaudiwurm mit 84 Narrenzünften und seinen circa 3.500 Hästrägern. Lautstark unterstützt durch zahlreiche Musikgruppen und frenetisch bejubelt von den zahlreichen großen und kleinen Zuschauern. Selbst Vertreter aus ferneren Regionen wie Stuttgart und Liechtenstein beteiligten sich an diesem von den Stadtbachhexen professionell organisierten Gaudiwurm. Entlang der Strecke lieferten fünf Sprecherwagen entsprechende Informationen über die Herkunft der Gruppen. Buden und Imbissstände entlang der Veranstaltung versorgten die Schaulustigen mit Verpflegung. Insgesamt erlebte die Stadt an diesem Wochenende eine lange Nacht, die in den umliegenden Gaststätten der Altstadt erst spät ihren fröhlichen Ausklang fand. (jw)

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