Neue Informations-Stationen aufgestellt

Naturschutz im Günztal sichtbar gemacht

Blühende Pestwurz an Gewässerrand
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In diesen Gewässerrandstreifen an der westlichen Günz bei Hawangen blüht im Frühjahr die Pestwurz, die viel schöner aussieht als der Name es ahnen lässt.

 Günztal - Um über die Besonderheiten der Natur und die Naturschutzarbeit im Günztal zu informieren, hat die Stiftung Kulturlandschaft Günztal in Zusammenarbeit mit mehreren Günztal-Gemeinden Informations-Stationen aufgestellt. Sie stehen an den Hauptzugängen der jeweiligen Biotopverbund-Kerngebiete und dienen, neben ihrem informativen Nutzen, auch der Besucherlenkung.

Endlich geht es wieder raus! Der Frühling lockt mit warmen Sonnenstrahlen, überall blühen bunte Boten prallen Lebens. Höchste Zeit nach einem langen Winter voller Entbehrungen wieder aufzutanken. Zum Beispiel bei einem Besuch im Günztal. Denn hier gibt es Neues zu entdecken. Viele kennen sie bereits, die besonderen Schätze des Günztals wie die Teufelsküche, das Hundsmoor oder die Gegend rund um Kettershausen. Doch wie steht es um das Wissen zu dieser einmaligen Natur? Was macht sie so attraktiv? Und warum verweilen wir hier so gerne und fühlen uns der Natur so nah und verbunden? Weil die Einzigartigkeit dieser Orte und ihre Bedeutung für unser Ökosystem erkannt wurde und seitdem geschützt wird.

Extensive Bewirtschaftung

Über diese Besucher-Highlights hinaus ist im Lauf der Jahre entlang der Günz ein Verbund naturnaher Flächen, der Biotopverbund Günztal, entstanden. Seine Aufgabe ist es, die besonderen heimischen Tier- und Pflanzenarten im Günztal zu schützen, ihnen ihren natürlichen Lebensraum und die Möglichkeit der Verbreitung darüber hinaus zu geben. Die Flächen des Biotopverbundes zeichnen sich dadurch aus, dass sie gar nicht oder ausschließlich extensiv bewirtschaftet werden.

Engagement sichtbar gemacht

Und das spüren nicht nur Grashüpfer, Tagfalter, Biber, Reiher oder Hasen. Das sieht und spürt auch der Mensch, wenn er sich entlang dieser Naturräume bewegt. Sie sehen uriger aus, wirken lebendiger. Und wenn man ganz genau schaut, sieht man tatsächlich, dass hier ganz schön was los ist. Ganz genau hinschauen, das tut hier vor allem die Stiftung Kulturlandschaft Günztal, welche sich seit über 20 Jahren für den Biotopverbund Günztal stark macht. Dieses Engagement und das damit verbundene Wissen, so fanden der Lions Club Müßiggengel aus Kempten und die Bürgermeister der Kerngebiete, muss man sichtbar machen.

15 Info-Stationen

„Die Idee zu den Tafeln ist schon seit vielen Jahren in unseren Köpfen, doch lange Zeit fehlten einfach die nötigen Mittel“, so Peter Guggenberger-Waibel, Projektleiter der Stiftung Kulturlandschaft Günztal und Kopf des Vorhabens. Als dann der Lions Club Müßiggengel Kempten eine finanzielle Unterstützung zusagte, fiel endlich der Startschuss für das Wunschprojekt. Weitere Förderin des Projektes ist die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Jetzt stehen sie. Insgesamt 15 Stationen in fünf Kerngebieten: an der Westlichen Günz nördlich von Ottobeuren und am Hundsmoor, an der Östlichen Günz bei Ronsberg, Obergünzburg und Markt Rettenbach, und an der Mittleren Günz bei Kettershausen.

Naturraum vor Ort

Jede Station besteht aus zwei Tafeln. Die kleinere Tafel gibt einen Überblick über das gesamte Günztal und zeigt somit auch den Wirkungskreis der Stiftung Kulturlandschaft Günztal auf. Die größere Tafel geht auf die Besonderheiten des jeweiligen Naturraumes vor Ort ein. „Hier wird erklärt, was man sieht und spürt“ berichtet German Fries, Bürgermeister von Ottobeuren. „Mit geballtem Fachwissen erstellte die Stiftung Kulturlandschaft Günztal informative und verständliche Info-Stationen“, so lautet das freudige Urteil des Bürgermeisters zu dem Ergebnis. Auch Peter Guggenberger-Waibel ist zufrieden mit dem Ergebnis und hofft mit dem Projekt noch mehr Menschen zu erreichen, zu informieren und im besten Fall für den Naturschutz zu begeistern. Allen, die jetzt neugierig geworden sind und die erfahren möchten, warum die Bekassine Feuchtwiesen mit freiem Blickt liebt oder wieso Tuffstein-Quellen einen einzigartigen Lebensraum darstellen, empfehlen wir: nichts wie raus ins Günztal! (MK)

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