Neue Ausstellung im Dieter-Kunerth-Museum

„Kunst in bunter Vielfalt“

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Diether Kunerth und Sabina Bockemühl bespielen die neue Ausstellung, die bis 22. April im Museum für zeitgenössische Kunst in Ottobeuren gezeigt wird.

Ottobeuren - Das „Museum für zeitgenössische Kunst Diether Kunerth“ lädt zu einer weiteren Kooperationsausstellung nach Ottobeuren ein. Das geplante Konzept zum Thema Indien, das Werke von Diether Kunerth mit den Bildern eines Gastkünstlers aus Indien verbinden sollte, musste aufgrund von Schwierigkeiten kurzfristig geändert werden, wie Markus Albrecht (Zweiter Bürgermeister und Kulturreferent von Ottobeuren) beim Pressegespräch betonte.

Die neue Co-Ausstellung, die nun bis April 2017 im MZK-DIKU gezeigt wird, läuft zwar nicht unter einem gleichen Titel, doch genau diese Kombination macht diese Schau umso spannender.

Diether Kunerths teils großformatige Bilder, Fotos und Skulpturen zeigen das Land Indien, wie er es in seiner Erinnerung an die Reisen in den 1990er-Jahren spürte. Lebendig im Kontext voller Spiritualität in der Verehrung der Natur und den Göttern des Hinduismus. Die Puja, wie die Hindus und Buddhisten die Verehrung der Götter nennen, faszinierten den Künstler. Seine Eindrücke, die der Künstler auf Leinwand festhielt, gleichen dem indischen Holi-Frühlingsfest, das mit seiner bedeutungsschwangeren Mythologie der bunten Intensität des Guten dem Bösen trotzt.

Alice Schwarzer porträtierte Sabina Bockemühl für die Galerie ihrer starken Frauen.

Dem gegenüber stehen die Werke der Murnauer Künstlerin Sabina Bockemühl, die ihre Ausstellung mit dem Titel: „Starke Wesen – zarte Seelen“ überschreibt. Die Malerin, die der Bildhauer Fritz Demmel nach Ottobeuren einlud, hat eine positive Art sich Menschen zu nähern. Ihre Werke umgibt eine besondere Leuchtkraft, die sich dem Betrachter aus der expressionistischen Farbenkraft heraus offeriert. Sabina Bockemühl liebt die Porträtmalerei. In ihrer Galerie finden sich die Gesichter vieler bekannter Frauen, darunter Bettina Böttinger, Alice Schwarzer, Maria Furtwängler und Ariane Sommer. Die Malerin pflegte mit allen von ihr gemalten Frauen einen persönlichen Kontakt, der sich auch in den Bildern widerspiegelt. Gedichte, Zitate und persönliche Worte werden zu Mantren, die den Werken ihre ganz persönliche Tiefe geben. Die Facetten und Geschichten der Frauen bringt die Malerin mit verschiedenen Schichten und Farbaufträgen auf die Leinwand und küsst sie mit Pinsel und Farbe wach. Neben den menschlichen Charakteren widmet sich die Künstlerin, die unter anderem bei Prof. Dr. Markus Lüpertz und Ricci von Riggenbach studierte, ihrem zweiten Lieblingsmotiv, den Kühen. Für sie sind diese Wesen ein Ausdruck von mütterlicher Größe. Sabina Bockemühl legt bei allen ihren Bildern großen Wert auf die Augen, sie sind das Fenster zur Seele bei Mensch und Tier. Die Frauenporträts stellte die freischaffende Künstlerin unlängst erst im Bonner Frauenmuseum aus. Die beiden unterschiedlichen Werke von Diether Kunerth und Sabina Bockemühl haben zwar nicht den gleichen Titel, jedoch tragen sie gemeinsam die sinnliche Erfüllung von Kunst in ihrer ganzen Vielschichtigkeit und Emotionalität auf Leinwand auf.

Die Ausstellung Kunerth-Bockemühl läuft bis zum 22. April 2017. Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Termine der öffentlichen Führungen sind über www.mzk-diku.de . (ds)abrufbar

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