Der „Eiserne Steg“ erstrahlt in neuem Glanz

Neue Fußgängerbrücke am Bahnhof Memmingen eröffnet

Seit letzten Freitag ist die neue Fußgängerbrücke, die den „Eisernen Steg“ größtenteils ersetzt, endlich fertiggestellt und die Fußgänger können hier wieder die Bahnlinie queren.
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Seit letzten Freitag ist die neue Fußgängerbrücke, die den „Eisernen Steg“ größtenteils ersetzt, endlich fertiggestellt und die Fußgänger können hier wieder die Bahnlinie queren.

Memmingen – Darauf haben viele Memminger lange gewartet – jetzt wurde der neue Fußgängersteg am Bahnhof endlich fertiggestellt. Seit Freitag, 8. Mai, können Fußgänger die Bahnstrecke wieder überqueren.

Die neue Oberleitung ist fertig und damit sind die Weichen für den schnellen elektrischen Zugverkehr auf Memmingens Bahnstrecke gestellt. Zehn Monate lang musste der „Eiserne Steg“ im Zuge der Bauarbeiten geschlossen bleiben. Jetzt eröffneten Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder, DB-Gesamtprojektleiter Matthias Neumaier und Wolfgang Dorn, Geschäftsführer der ausführenden Baufirma Josef Hebel, gemeinsam den fertiggestellten Übergang, der nun in 6,20 Metern Höhe wieder den östlichen Teil Memmingens mit der Innenstadt verbindet. Zwei neue Treppenaufgänge auf beiden Seiten der Gleise komplettieren das Bauwerk, welches ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Memmingen und der Deutschen Bahn ist: Zusammen wendeten sie 1,8 Millionen Euro für die Umsetzung auf.

Schilder bezeichnet die Wiedereröffnung des 42,5 Meter langen und 37 Tonnen schweren Fußgängerstegs als „erfreuliches Ereignis“ - auch, wenn er optisch deutlich moderner daherkommt als der „Eiserne Steg“, dem so manch alteingesessener Memminger hinterher trauern dürfte. Der Rathaus-Chef selbst verbindet mit ihm viele Kindheitserinnerungen, wie er erzählte: „Damals sind hier noch Dampfloks mit Getöse durchgefahren und grad schön war‘s.“

Im Sommer schalten die DB-Netze den Strom ein, ab dann werden 15.000 Volt durch die Oberleitungen fließen – ein wichtiger Schritt in Richtung Inbetriebnahme. Von da an können Testfahrten stattfinden. Ende des Jahres will die Bahn die Elektrifizierung der Strecke München-Memmingen-Lindau dann abschließen, ab Dezember soll der fahrplanmäßige Zugbetrieb Fahrt aufnehmen. Mit Investitionen von insgesamt rund 500 Millionen Euro können dann im Allgäu und auf dem Weg in die Schweiz deutliche Fahrzeitgewinne erzielt werden. „Von Memmingen nach Zürich kann dann eine halbe Stunde Fahrtzeit eingespart werden“, so Matthias Neumaier. (jz)

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