Zwischen Benningen, Hawangen und Memmingerberg

Neue Gemeindeverbindungsstraße freigegeben

Zwischen Benningen, Memmingerberg und Hawangen gilt wieder freie Fahrt.
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Zwischen Benningen, Memmingerberg und Hawangen gilt wieder freie Fahrt.

Memmingerberg/Benningen/Hawangen - Nach etwa dreijähriger Bauzeit erfolgte im Rahmen eines kleinen Festaktes mit Vertretern der drei beteiligten Gemeinden sowie Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft die Verkehrsfreigabe des rund 2,4 Kilometer langen Bauabschnitts der neuen Gemeindeverbindungsstraße zwischen Benningen, Hawangen und Memmingerberg.

Erste Überlegungen zur Verwirklichung des Projektes gehen laut Benningens Bürgermeister Martin Osterrieder bereits auf das Jahr 2015 zurück. Auf Initiative des Landtagsabgeordneten Klaus Holetschek gab es damals erste Überlegungen für eine Westkopfumfahrung. Die nun realisierte Trasse, inklusive zweier Kreisverkehre mit jeweils 45 Meter Durchmesser, verläuft südlich des Allgäu-Airports. Sie dient sowohl als Erschließungsstraße für das rund 70 Hektar große interkommunale Gewerbegebiet der drei Gemeinden Memmingerberg, Benningen und Hawangen, als auch als Gemeindeverbindungsstraße zwischen den drei Kommunen.

Nach langwierigen und zähen Grundstücksverhandlungen wurde im August 2016 beschlossen zu bauen, 2017 erfolgte schließlich der Spatenstich. Zur Herstellung der Straße mussten zunächst auf dem ehemaligen Militärgelände umfangreiche Rückbaumaßnahmen erfolgen. Dazu kamen die notwendige Entsorgung der belasteten Böden sowie eine Kampfmittelerkundung. Die errechneten Baukosten betrugen insgesamt 6,8 Millionen Euro, inklusive Grunderwerb, Entsorgung des belasteten Erdreichs sowie Gutachten und Planung einschließlich Kosten für anfallende Landschaftspflege. Eine Summe, die die Möglichkeiten der beteiligten Kommunen bei weitem überstieg. Osterrieder dankte in diesem Zusammenhang insbesondere dem CSU-Politiker Holetschek, „der mit viel Einsatz für eine finanzielle Förderung der Baumaßnahme durch die Bayerische Staatsregierung gekämpft hat“. Schließlich wurde erreicht, dass der Freistaat sich mit 71 Prozent der förderfähigen Kosten von 5,8 Millionen Euro beteiligt. Von den restlichen Kosten entfallen 25 Prozent auf die Gemeinde Memmingerberg. Die restlichen 75 Prozent muss der Zweckverband Kommunales Gewerbegebiet aufbringen.

In seinem Grußwort sagte Holetschek: „Das hier ist heute ein Meilenstein“. Förderungen in dieser Höhe seien eine absolute Ausnahme. Doch dadurch sei hier zwischenzeitlich ein Innovationspool mit sehr viel Potenzial entstanden. Der Staat habe mit seinem Zuschuss von 4,1 Millionen Euro einen guten Beitrag geleistet. Für Landrat Hans-Joachim Weirather war es allerdings „ein weiter Weg“ dahin. Jetzt müsse zeitnah auch der nächste Schritt kommen, so der Landrat.

Nachdem die Vertreter der Geistlichkeit, Pfarrer Wolfgang Ludwig (evangelisch) und Henrik Krowizki (katholisch) das Projekt gesegnet haben, erfolgte mit dem anschließenden durchschneiden des Bandes die endgültige Verkehrsfreigabe. (jw)

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