Drei Großspender machten es möglich

Neues Fahrzeug für die Tafel Memmingen

Trafen sich zur Übergabe des neuen Tafel-Fahrzeugs: Josef Mang, Geschäftsleiter der Josef Mang Bauunternehmung, Peter Reisacher,Chef des BMW-Autohauses Reisacher, Dr. Hans-Martin Steiger, Dritter Bürgermeister der Stadt Memmingen, Susanne Wagner, Leiterin der Tafel Memmingen, Hermann Keller, das Ehepaar Birgit und Ulrich Miller, Vorstand der Dr. Hans Fischer Stiftung Buxheim, sowie ihr Kollege Martin Hermann.
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Trafen sich zur Übergabe des neuen Tafel-Fahrzeugs: Josef Mang, Geschäftsleiter der Josef Mang Bauunternehmung, Peter Reisacher,Chef des BMW-Autohauses Reisacher, Dr. Hans-Martin Steiger, Dritter Bürgermeister der Stadt Memmingen, Susanne Wagner, Leiterin der Tafel Memmingen, Hermann Keller, das Ehepaar Birgit und Ulrich Miller, Vorstand der Dr. Hans Fischer Stiftung Buxheim, sowie ihr Kollege Martin Hermann.

Memmingen – Die Mitarbeiter der Tafel Memmingen, die vom SKM (Kath. Verein für soziale Dienste) organisiert wird, durften sich vergangene Woche über ein neues Tafelfahrzeug samt gekühlter Ladefläche freuen. Mit diesem können sie künftig die Ware von den Spendern aus der Umgebung abholen und zur Ausgabestelle in er Hinteren Gerbergasse 8 in Memmingen bringen.

Das alte Fahrzeug hatte es nicht mehr durch den TÜV geschafft und eine Reparatur wäre sehr teuer gekommen, wie Hermann Keller, Erster Vorsitzender des SKM, bei der offiziellen Übergabe des neuen Autos erzählte. Daher sei man sehr dankbar über die großzügige finanzielle Unterstützung von insgesamt drei Spendern: 10.000 Euro hatten jeweils die Dr. Hans Fischer Stiftung aus Buxheim, der Lions Club Memmingen sowie die Memminger Dreikönigskapellenstiftung beigesteuert. Die übrigen 5000 Euro, die noch zum Kaufpreis von 35.000 Euro fehlten, wurden aus kleineren Spenden sowie Eigenmitteln des SKM zusammengetragen.

Die Tafel Memmingen versorgt rund 600 Personen an drei Tagen pro Woche. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise dürfen die Kunden momentan nur mit Termin zum Einkaufen kommen. Das funktioniere laut Susanne Wagner, der Leiterin der Tafel, aber sehr gut. Für etwa zehn bis 15 Prozent vom Originalpreis bekommen Menschen mit nachweislich geringem Einkommen hier Lebensmittel, die von Bäckereien oder Supermärkten aussortiert wurden, weil sie zum Beispiel kurz vor dem Ablaufdatum stehen. „Hier bei der Tafel überprüfen wir aber selbst nochmal alle gespendeten Produkte genau, damit unsere Kunden auch wirklich nur das angeboten bekommen, was wirklich noch gut ist“, sagte Wagner und betonte: „Wir können den Leuten nur das zur Auswahl stellen, was wir eben bekommen. Wir sind auch kein Vollverpfleger, sondern lediglich eine Unterstützung.“ Glücklich mache sie an ihrer Arbeit nicht nur die Tatsache, dass sie bedürftigen Menschen helfen könne, sondern auch, dass viele gute Lebensmittel „gerettet“ würden, die sonst vernichtet werden müssten. „Das ist ein sehr positiver Nebeneffekt“, so die Tafel-Chefin.

Vor Corona arbeiteten bei der Memminger Tafel rund 25 ehrenamtliche Helfer. „Jetzt sind es weniger, weil uns normalerweise viele Senioren unter die Arme greifen. Da sie zur Risikogruppe gehören, dürfen sie uns momentan leider nicht vor Ort unterstützen“, erklärte Susanne Wagner. Dafür seien inzwischen mehr Studenten und Lehrer zum Tafel-Team gestoßen. (jz)

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