„Lebenswichtiger Trinkwasserschutz verbessert“

Niederschlags-Versickerungsanlage bei Woringen fertiggestellt

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Bei der gemeinsamen Projekt-Besichtigung und anschließenden Verkehrsfreigabe (von links) Landrat Hans-Joachim Weirather, Peter Groll jun. (Fa. Kutter), Karl-Heinz Eierle (Landratsamt), Peter Groll Sen. (Fa. Kutter), Paul Hebel (Wasserwirtschaftsamt Kempten), Dr. Olaf Weller und Martin Hatzelmann (beide Autobahndirektion Südbayern, Dienststelle Kempten), Walter Pleiner (Landratsamt), Volker Müller (Bürgermeister) und Michele Mongella (Planungsgesellschaft WipflerPLAN). 

Woringen - In einem Gemeinschaftsprojekt mit der Autobahndirektion Südbayern, Dienststelle Kempten, wurde vom Landkreis Unterallgäu der Ausbau der Kreisstraße MN 22 nach den Richtlinien für bautechnische Maßnahmen an Wasserschutzgebieten im Bereich der Autobahn A7, Anschlussstelle Woringen, durchgeführt und nach Fertigstellung der Baumaßnahmen nun wieder für den Verkehr freigegeben.

„Mit dieser Maßnahme ist es nicht nur gelungen, die Verkehrssicherheit weiter zu steigern, sondern wir schonen damit künftig maßgeblich das Grund- und Trinkwasser“, sagte Landrat Hans-Joachim Weirather bei einer gemeinsamen Besichtigung vor Ort und der anschließenden Verkehrsfreigabe. Diese Niederschlags-Versickerungsanlage verbessere den „lebenswichtigen Trinkwasserschutz“ und trage dazu bei, dass die Kreisstraße MN 22 in Zukunft nicht mehr überschwemmt werde. 

In der Vergangenheit musste die Straße, die in diesem Bereich durch eine Unterführung der Autobahn verläuft, bei Starkregen immer wieder wegen Überschwemmungen gesperrt werden. Bereits vor rund drei Jahren begannen die Planungsüberlegungen von Landkreis und Autobahndirektion, um die vorhandene Anlage zur Versickerung der Niederschläge von Autobahn und Kreisstraße nach den aktuellen „Richtlinien für bautechnische Maßnahmen an Straßen in Wasserschutzgebieten (RiStWag)“ auszubauen. Im Oktober 2017 wurde schließlich der Beschluss gefasst, mit der Autobahndirektion das Projekt zu realisieren, so der Landrat weiter. Erforderlich war hier allerdings ein gesondertes Wasserrechtsverfahren mit Abgrabungsgenehmigung. Im Rahmen der durchgeführten Arbeiten wurde in diesem Bereich die Straßendecke der Kreisstraße auf einer Länge von rund 300 Metern erneuert. 

Beauftragt mit den kompletten Baumaßnahmen wurde das Memminger Bauunternehmen Kutter. Mitte Juli 2018 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Dabei wurden 16.000 Kubikmeter Bodenbewegungen und 3000 Quadratmeter Asphaltbauarbeiten durchgeführt. Laut Woringens Bürgermeister Volker Müller sind die Bauarbeiten sehr erfolgreich verlaufen. Weitere Maßnahmen, wie etwa die Verlegung von rund 200 Metern Entwässerungsrohren sowie Sickerbecken entlang der Autobahn und einiges mehr, stehen nach Angaben der Autobahndirektion allerdings noch an. 

Die Kosten für die RiStWag-Maßnahme belaufen sich auf rund 870.000 Euro. Davon trägt der Landkreis 43,8 Prozent oder rund 400.000 Euro. Die restlichen Kosten übernimmt die Autobahndirektion. Die Regierung von Schwaben habe einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent in Form einer Festbetragsförderung zugesagt, so der Landrat. Für die Erneuerung der Straßendeckschicht musste der Landkreis rund 30.000 Euro aufwenden. (jw)

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