Oberbürgermeister Manfred Schilder feierte 60. Geburtstag

Ein echtes Memminger Eigengewächs

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Die beiden Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger und Margareta Böckh überreichten Oberbürgermeister Manfred Schilder einen Geschenkkorb zu seinem 60. Geburtstag.

Memmingen – Zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft gratulierten Oberbürgermeister Manfred Schilder bei einem Empfang im Rathaus anlässlich seines 60. Geburtstags.

Bürgermeisterin Margareta Böckh begrüßte die Gäste, darunter auch Schilders Mutter, seine Schwester und seine beiden Kinder mit Enkelkindern. „Geburtstage und sonstige Jubiläen sind nichts weiter als ein Tag der Waffenruhe. Der Geehrte ist an diesem Tag vor jeder Kritik geschützt“, zitiert die Bürgermeisterin den Journalisten Friedrich Sieburg und fügte schmunzelnd in Richtung der Medienvertreter hinzu, die nächsten 24 Stunden doch bitte kein böses Wort über den Jubilar zu schreiben. Schilder sei ein echtes Memminger Eigengewächs, führte Böckh weiter aus. Er wurde in Memmingen groß, ging hier zur Schule und machte sein Fachabitur. Nach der Bundeswehr studierte er Betriebswirtschaft und nahm bei der damaligen Bürger & Engelbräu seine erste Stelle an. Weitere wichtige Stationen des Stadtoberhaupts waren die Regionalgeschäftsleitung der Industrie- und Handelskammer Memmingen/Unterallgäu, dann die kaufmännische Leitung in der Geschäftsführung des Allgäu Airports und 2012 kehrte er wieder zur IHK als Regionalgeschäftsführer der Landkreise Ober- und Ostallgäu sowie Kempten und Kaufbeuren zurück. Seit 2014 ist Schilder Mitglied des Stadtrates und verantwortet dort für die CSU das Referat Finanzen und Grundstücke. Nach dem tragischen Tod von Oberbürgermeister Markus Kennerknecht im Dezember 2016 erklärte sich Schilder bereit, für die CSU für das Amt des Oberbürgermeisters zu kandidieren. Die Bürgermeisterin lobte in ihrer Ansprache insbesondere die sozialen Kompetenzen Schilders. Glaubwürdigkeit, Bürgernähe und Durchsetzungsfähigkeit sowie seine besondere Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen und sie mit ihren Sorgen und Wünschen anzunehmen, seien seine besonderen Gaben. Auch habe er als passionierter Sportler die Fähigkeit, seine Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu fokussieren und als Schafkopfspieler verstehe er es, seine Trümpfe zum strategisch günstigen Zeitpunkt gekonnt auszuspielen. Bei der Arbeit im Stadtrat dankte die Bürgermeisterin dem Rathauschef für seine Lockerheit und seinen Humor, die alte Blockaden gelöst habe und dafür sorgte, dass in den Ratssitzungen wieder eine unverkrampfte und lockere Atmosphäre entstanden sei. Man begegne sich mit Respekt und ringe sachorientiert um die bestmögliche politische Lösung. Auch als Leiter der Stadtverwaltung habe Schilder neue Akzente gesetzt. Wöchentliche Referatsleitersitzungen, runde Tische und auch die Wertschätzung und Anerkennung für gute Arbeit sorgen für ein sehr gutes Arbeitsklima. Auch die erste Feuertaufe “IKEA“ habe er mit Bravour bestanden. Margareta Böckh wünschte dem Jubilar zum Abschluss, dass er sich die Nähe zu den Menschen in der Stadt erhält, denn „die großen Herausforderungen, die vor uns liegen, lassen sich nur erfolgreich gestalten, wenn wir unsere Bürgerinnen und Bürger mitnehmen und gemeinsam den Weg in eine erfolgreiche Zukunft ebnen.“ Schilder selbst scherzte in seiner Rede zunächst über die Aufnahme in den „Club der alten Säcke“, zu der ihn die Feuerwehr eingeladen hatte. Er bedankte sich dann aber ernsthaft für die große Ehre, so viele Gäste begrüßen zu dürfen und der Rathauschef gedachte auch derer, die nicht mehr unter uns sind. Schilder dankte allen, die ihm geholfen haben, in das neue Amt hineinzuwachsen, zumal ja alles recht schnell gehen musste und es eigentlich keinen Vorlauf gegeben habe. Zu Beginn seiner Amtszeit habe er gesagt, er gehe die Sache mit Demut an und das habe sich seitdem auch nicht geändert. Bei aller Belastung und bei aller Zeit die man investiert, mache ihm das Amt unglaublich viel Freude. Der Jubilar dankte auch seiner Familie für die unermüdliche Unterstützung und Begleitung und den Kollegen im Stadtrat. Er nehme dieses Gremium als extrem inspirierend und bereichernd wahr und freue sich auf jede Sitzung. Mit „seinen beiden Bürgermeistern“ verbinde ihn nicht nur die Aufgabe, sondern auch eine Freundschaft. Sein weiterer Dank galt der Verwaltung, insbesondere Hauptamtsleiter Robert Langer, den Referatsleitern und allen Mitarbeitern, mit denen man einen regen Austausch pflege und in der Sache konstruktiv diskutiere. Musikalisch gestaltet wurde der Abend von Anette Weber und Johnny Ekkelboom. (ew)

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