Antrag der Memminger ÖDP im Stadtrat

Verbesserungen im Hallenbad gefordert

Laut der ÖDP-Fraktion im Stadtrat steht das Memminger Hallenbad ausgerechnet dann oft leer, wenn es für den Vereinsbetrieb reserviert ist.
+
Laut der ÖDP-Fraktion im Stadtrat steht das Memminger Hallenbad ausgerechnet dann oft leer, wenn es für den Vereinsbetrieb reserviert ist.

Memmingen – Die ÖDP-Fraktion im Memminger Stadtrat hat einige Änderungen im Betrieb des Hallenbads beantragt. Vorbild sind Städte wie Kempten oder Illertissen.

Im Vergleich mit den umliegenden Städten biete das Memminger Hallenbad laut ÖDP die kürzesten Öffnungszeiten an. So sei das Bad in Memmingen 62,5 Stunden pro Woche geöffnet, die Bäder in Kempten mit 84 Stunden, Illertissen und Neu-Ulm mit je 89 Stunden sowie Biberach mit 93 Stunden deutlich länger. Nur in Memmingen sei zudem an allen Feiertagen und teilweise an Brückentagen geschlossen, also vor allem dann, wenn die meisten Einwohner frei haben. Um das zu ändern, sei das Bad nach Ansicht der ÖDP-Fraktion am Sonntag prinzipiell bis 18 Uhr für die Allgemeinheit zu öffnen. 

Sofern Vereine einen Teil des Bades benötigen, könnten laut ÖDP während der Badezeiten bis zu zwei Bahnen für die Vereinsnutzung gesperrt werden. An Feiertagen solle prinzipiell geöffnet werden, ausgenommen am 24. Dezember und 31. Dezember ab circa 15 Uhr. Von Dienstag bis Freitag soll das Bad täglich ab 6 Uhr für den allgemeinen Badebetrieb offen stehen. Ab 8 Uhr könne dann dort der Schulsport stattfinden. 

Außerdem seien die Zeiten für den Vereinssport kritisch zu prüfen, da das Bad während der Badezeiten für die Vereine teilweise schlecht genutzt sei, schreibt die ÖDP-Fraktion in ihrem Antrag. Ein Parallelnutzung von Vereinen und Allgemeinheit wäre ihrer Ansicht nach durchaus möglich. Häufig werde das Bad nur von einer sehr geringen Zahl von Vereinssportlern genutzt, teilweise würden die Zeiten nicht ausgeschöpft und teilweise stehe das Bad sogar komplett leer. Eventuelle Befürchtungen, dass erweiterte Öffnungszeiten den Stadthaushalt belasten könnte, lässt die ÖPD nicht gelten: „Der Memminger Stadthaushalt ist kein Sanierungsfall.“ Die Fraktion geht davon aus, dass die zusätzlichen Einnahmen die entstehenden Personalkosten gleich mehrfach decken würden. 

Da das Drei-Meter-Brett aus Sicherheitsgründen gesperrt bleiben muss, könnten außerdem permanent zwei Leinen im Becken bleiben, die ein besser geordnetes Schwimmen sowie eine gleichzeitige Nutzung des Beckens durch mehr Besucher ermöglichen sollen. Auch sollen, laut Antrag, die Schränke in den Umkleiden wieder Schlösser und Türen erhalten. Derzeit würden in der Sammelumkleide der Herren über die Hälfte der Schlösser und 20 Prozent der Türen an den Schränken fehlen. 

Die am Montag derzeit bis 12 Uhr mittags dauernde Reinigung soll auf 8 Uhr verkürzt werden – dafür müsste sie aber schon deutlich früher beginnen. Im Antrag heißt es dazu: „Alle anderen Bäder rund um Memmingen herum schaffen dies auch und auch das Memminger Bäderpersonal ist der Meinung, dass deutliche Verbesserungen erzielbar sind.“ (MK)

Auch interessant

Meistgelesen

Memmingen:  Hunderte demonstrieren gegen Corona-Maßnahmen
Memmingen:  Hunderte demonstrieren gegen Corona-Maßnahmen
 In Memmingen liegt die Inzidenz bei etwa 60
 In Memmingen liegt die Inzidenz bei etwa 60
Die TOP-Arbeitgeber in unserer Region
Die TOP-Arbeitgeber in unserer Region
Polizeipräsidium Schwaben Süd/West: Michael Keck folgt auf Werner Mutzel
Polizeipräsidium Schwaben Süd/West: Michael Keck folgt auf Werner Mutzel

Kommentare