Alle bisherigen Gemeinden verlängern die Zusammenarbeit

Öko-Modellregion Günztal mit neuer Projektmanagerin

Frau mit Brille vor Landkarte
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Miriam Marihart folgt als Projektmanagerin der ÖMR auf Rebecca Schweiß, die das Förderprojekt begonnen hatte und nun in Elternzeit ist.

Unterallgäu - Die bisherige Projektmanagerin der Öko-Modellreigon (ÖMR) Rebecca Schweiß ist mit Wirkung zum 1. September in Elternzeit gegangenen. Sie hatte in den vergangenen Jahren viele Einzelprojekte ins Rollen gebracht und ihrer Nachfolgerin noch ein schönes Geschenk hinterlassen: Alle bisherigen fünfzehn Mitgliedsgemeinden haben ihre bis in diesen Herbst befristeten Verträge mit der ÖMR verlängert.

Seit 1. September wird Rebecca Schweiß zunächst ein Jahr lang von Miriam Marihart vertreten. Die studierte Ökotrophologin und Mutter dreier Kinder hatte bisher in ähnlichen Projekten vorwiegend freiberuflich mit Begeisterung und Engagement gearbeitet. Sie will die bestehenden Projekte weiterverfolgen und ausbauen. Neue beziehungsweise noch in den Startlöchern stehende Projekte wie zum Beispiel Gemeinschaftsverpflegung und Außer-Haus-Verpflegung wird Miriam Marihart voranbringen und auch Bewusstseinsbildung für gesunde Ernährung und Biodiversität noch stärker in den Fokus nehmen.

Förderprojekt wird verlängert

Das Förderprojekt „Öko-Modellregion Günztal“ (ÖMR) wird nun offiziell bestätigt weitere drei Jahre fortgeführt. Die nächste Förderperiode geht dabei von November 2021 bis November 2024. Alle fünfzehn bereits teilnehmenden Gemeinden entlang der Günz von Günzach im Süden bis Kettershausen im Norden haben ihre Teilnahme auch für die nächsten drei Jahre zugesagt. Lediglich die Gemeinden Lauben und Erkheim in der Mitte des Fördergebietes sind auch für den neuen Förderzeitraum nicht mit von der Partie. Das Modellprojekt wird zu 75 Prozent aus dem Bayerischen Landeshaushalt gefördert, die restlichen Kosten teilen sich die bislang 15 Gemeinden anteilig.

Die Arbeit der ÖMR Günztal konzentrierte sich in der Vergangenheit auf die sechs Handlungsfelder Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie, Streuobstwiesen und Artenvielfalt, Alte Kultursorten, das Günztal-Weiderind, neue Ackerbau Kulturen (schwarze Bohnen) sowie die Öffentlichkeitsarbeit, um die Bio-Landwirtschaft in der Region auch vor Ort erleben zu können. In Babenhausen machte sich das Engagement vor allem durch die Zusammenarbeit mit der Jugendbildungsstätte bemerkbar. Das Schulbildungsprogramm „AckerSchule“ soll demnächst auch im Fuggermarkt vorgestellt werden. Die alte Dinkelsorte „Babenhauser Rotveesen“ wurde wieder entdeckt und befindet sich aktuell gerade in der Verarbeitung bei zwei Bäckereien in der Region.

Grünland und Milchvieh

Charakteristisch für die Region ist ein hoher Grünlandanteil und Milchwirtschaft. Die naturräumlichen Begebenheiten verändern sich im Norden hin zu einer Gemischtregion mit vermehrt Ackerbau. Insgesamt wirtschaften bereits 110 Betriebe nach den Kriterien des ökologischen Landbaus. Der Anteil an Bio-Betrieben innerhalb der Öko-Modellregion ist dabei sehr unterschiedlich und reicht von neun Prozent im Norden bis 25 Prozent im Süden.

Eine intensivere Vernetzung der Akteure vor Ort soll dazu beitragen, die regionale Wertschöpfung zu erhöhen. Gleichzeitig soll das Bewusstsein in der Bevölkerung für den Ökolandbau und Regionalität gestärkt werden. (to)

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