Bauantrag erneut zurückgestellt

Gemeinderat Ottobeuren diskutiert über neuen Norma

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So soll die neue Norma-Filiale an der Stephansrieder Straße in Ottobeuren einmal aussehen.

Ottobeuren – Der Norma-Discounter will in Ottobeuren umziehen und zwar von der Rudolf-Diesel-Straße in die nur gut 100 Meter entfernte Stephansrieder Straße. Bereits zum dritten Mal wurde dieses Thema ohne konkreten Abschluss im Marktgemeinderat diskutiert.

Bevor es jedoch um den Bauantrag ging, musste der Bebauungsplan der beiden Grundstücke an der Stephansrieder Straße geändert werden. Die Firma Norma hat die beiden Grundstücke bereits gekauft, aber die neu geplante Filiale ist größer als es die Rechtslage auf diesem Grundstück bisher zulässt. Obwohl der neue Markt nur gut 100 Meter von der alten Filiale entfernt liegt, kritisierte ein Marktrat, dass der neue Markt zu weit außerhalb des Ortes liege und von älteren Menschen ohne Auto schlecht zu erreichen sei. Auch die Nachnutzung des alten Marktes war in der Sitzung ein Thema. Die Räte wollen auf keinen Fall ein weiteres Lebensmittelgeschäft in den bisherigen Räumen von Norma. Dies versicherte dann auch ein Vertreter des Lebensmitteldiscounters, der als Bauwerber bei der Sitzung anwesend war und den Räten ausgiebig Auskunft erteilte. Norma habe bereits einen Nachmieter aus dem Bereich Non-Food gefunden, will aber den Namen noch nicht nennen. Außerdem würden sie sich sicherlich keine Konkurrenz schaffen, indem sie direkt neben der neuen Filiale ein weiteres Lebensmittelgeschäft zuließen. Auch der Hausbesitzer der bisherigen Filiale könne da nichts machen, da Norma ein uneingeschränktes Weitervermietungsrecht habe. Der Marktgemeinderat stimmte dann am Ende mit zwölf gegen sechs Stimmen dem Bebauungsplan zu. Bei der anschließenden Diskussion um den Neubau ging es unter anderem um die Bauhöhe, die eventuell um 25 Zentimeter überschritten werden könnte. Auch ob der Blick auf die Basilika eingeschränkt sein könnte, war ein Thema. Weiter wurde vorgeschlagen, auf der Südseite des Gebäudes eine Photovoltaikanlage anzubringen. Auch die geringen Abstandsflächen zum Radweg wurden kritisiert. Hier bestehe die Gefahr, dass Fahrradfahrer die Böschung hinunterstürzen könnten, was der Bauwerber aber verneinte, da es entsprechende Schutzzäune geben werde. Letztendlich wurde der Bauantrag wieder einmal zurückgestellt, bis die Grundzüge des Bauplans geregelt sind. (ew)

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