Gleich vier Fahndungstreffer für die Grenzpolizei am Flughafen Memmingen

Per Haftbefehl gesucht: Nach der Einreise klickten am Allgäu Airport die Handschellen

Ein Mann mit Handschellen.
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Der von der italienischen Justiz zur Fahndung ausgeschriebene 44-Jährige Georgier wurde vorläufig festgenommen und später dem Haftrichter vorgeführt (Symbolfoto).

Memmingerberg – Gleich mehrere Fahndungstreffer konnten Beamte der Grenzpolizeigruppe der Polizeiinspektion Memmingen am vergangenen Wochenende (9./10.10.2021) vermelden. Am Allgäu Airport gingen ihnen vier per Haftbefehl Gesuchte ins Netz. Einer war sogar von der italienischen Justiz zur internationalen Fahndung ausgeschrieben.

Am Samstagmorgen trafen Beamte der Grenzpolizeigruppe der PI Memmingen am Allgäu Airport einen 24-jährigen Rumänen an, der per Flugzeug von Memmingen nach Bukarest fliegen wollte. Bei der polizeilichen Ausreisekontrolle stellten die Beamten zwei Fahndungsnotierungen fest. Zum einen Bestand ein Vollstreckungshaftbefehl einer deutschen Staatsanwaltschaft und zum anderen eine Ausschreibung zur Vermögensabschöpfung nach einem Diebstahlsdelikt einer weiteren deutschen Staatsanwaltschaft. Der Mann konnte weder die Zahlung in Höhe von 7.200 Euro zur Abwendung des Haftbefehls noch Barmittel zur Vermögensabschöpfung aufbringen, deshalb wurde er festgenommen und in eine bayerische JVA verbracht.

Vollstreckung des Haftbefehls abgewendet: Unbezahlte Strafzettel vor Abflug doch noch bezahlt

Bei polizeilichen Einreisekontrolle eines 26-jährigen lettischen Staatsbürgers, der am Samstagnachmittag aus Chisinau (Moldawien) nach Deutschland reisen wollte, wurde eine Ausschreibung zur Festnahme einer deutschen Staatsanwaltschaft festgestellt. Gesucht wurde der Mann wegen unbezahlter Verkehrsordnungswidrigkeitenanzeigen. Der Haftbefehl konnte allerdings durch eine Zahlung von rund 900 Euro abgewendet werden, die Einreise wurde dem Mann daraufhin gestattet.

Erst nach der Geldzahlung war die Ausreise in die Heimat gestattet

Ebenfalls am Samstagnachmittag stellten Beamte der Grenzpolizeigruppe der PI Memmingen am Allgäu Airport bei der polizeilichen Ausreisekontrolle nach Rumänien eine 30-jährige Rumänin fest, die zur Festnahme wegen Betrugs durch eine deutsche Staatsanwaltschaft ausgeschrieben war. Der Vollstreckungshaftbefehl konnte aber durch eine Geldzahlung in Höhe von 1.500 Euro abgewendet werden. Die Ausreise nach Rumänien wurde deshalb gestattet.

Nach der Einreise am Allgäu Airport klickten die Handschellen

Ein „dicker Fisch“ ging den Beamten der Grenzpolizei der PI Memmingen am Sonntagabend ins Netz. Bei Einreise nach Deutschland stellten sie am Allgäu Airport einen Georgier fest, der von der italienischen Justiz per EU-Haftbefehl zur Festnahme ausgeschrieben war. Der 44-Jährige kam per Flugzeug aus Kutaisi (Georgien) nach Memmingen, wo ihm die Beamten die vorläufige Festnahme erklärten. Der Mann wurde am nächsten Tag dem Haftrichter vorgeführt. Dem Haftbefehl zugrunde liegen mehrfache Delikte im Bereich der Eigentumskriminalität.

(MK)

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