Personalwechsel in der VHS-Bildungsberatungsstelle

Bildungsberater gut vernetzt

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Die scheidende Bildungsberaterin Saskia Nitsche und ihre Nachfolgerin Christina Übele in den Räumen der VHS Memmingen.

Memmingen – In der Bildungsberatungsstelle in der Ulmer Straße gab es einen Personalwechsel. Auf die Bildungsberaterin Saskia Nitsche folgt die Familienhelferin und Jugendpflegerin Christina Übele.

Die Bildungsberatung in der Volkshochschule ist ein Angebot der Stadt und wird zusammen mit dem Landkreis finanziert, erzählt Saskia Nitsche. Wegen der geographischen Lage sei es unerheblich aus welchem Postleitzahlengebiet die Klienten kommen. Die Bildungsberatung richte sich an Jugendliche und Erwachsene, wobei das Hauptklientel aber nicht Arbeitssuchende, sondern Berufstätige seien, die sich um eine Fort- und Weiterbildung bemühen. 

Oft sei auch eine Umorientierung oder Veränderung notwendig, weil es aus verschiedensten Gründen nicht mehr möglich ist, den erlernten Beruf auszuüben, weiß Nitsche. Die Bildungsberatungsstelle berate aber auch über Fördermöglichkeiten wie Bafög und Prämiengutscheine, sei aber nicht in Konkurrenz zur Arbeitsagentur zu sehen, betont die Beraterin. „Im Gegenteil, wir arbeiten sogar sehr gut mit der Arbeitsagentur, insbesondere mit deren Gleichstellungsbeauftragten, zusammen“. Man übertrage sich auch gegenseitig Klienten, wenn es sinnvoll erscheint, berichtet Nitsche weiter. Weiter gebe es im Allgäu ein sehr gutes Netzwerk, in dem alle Berufsberater vernetzt sind und sich gegenseitig austauschen können. Die fünf Allgäuer Beratungsstellen seien auch mit der Allgäu GmbH verknüpft und die Zusammenarbeit dort sei sehr intensiv. 

Nitsche berichtet von ihrer bisherigen Arbeit und beobachtete, „dass sehr häufig Frauen im Alter von Ende 20 bis Ende 40 eine Beratung bei uns suchen“. Etwa zwei Drittel der Klienten würden aus diesem Personenkreis kommen. Viele davon seien aber lange aus dem Berufsleben raus und der Wiedereinstieg gestalte sich oft als schwierig. Auch das Alter spiele dabei eine nicht unerhebliche Rolle. Bei den Jugendlichen ist es laut Nitsche oft so, dass sie sich die Ausbildung und deren Inhalte ganz anders vorstellen. Herauszufinden, welche Fähigkeiten oder Eigenschaften für die jeweiligen Berufe nötig sind, sei oft eine Herausforderung. Selbstverständlich habe man auch den aktuellen Arbeitsmarkt immer im Hinterkopf und berücksichtige, in welchen Bereichen gerade Fachkräfte gesucht werden. Nitsche betont aber, dass man trägerneutral sei und somit offen und unabhängig für jede Berufsgruppe beraten könne. Dies sei sehr hilfreich bei der Entscheidungsfindung in jedem einzelnen Beratungsfall. 

Die neue Bildungsberaterin Christina Übele war zuletzt Jugendpflegerin beim Jugendamt der Stadt Memmingen und kommt somit aus der Beratung. Sie ist bereits seit 20 Jahren bei der Katholischen Jugendfürsorge als sozialpädagogische Familienhelferin tätig und engagiert sich im Frauenhaus in der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt. Dort arbeite sie sehr eng mit der Polizei zusammen, erzählt Übele. (ew)

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