PETA setzt 1.000 Euro Belohnung für Hinweise aus

Pferdeschänder in Niederrieden unterwegs

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In einem Pferdestall in Niederrieden trieb ein Pferdeschänder sein Unwesen und verletzte ein Tier schwer.

Niederrieden – Am Karfreitag (30. März) verschaffte sich in der Zeit von 10 von 17 Uhr ein bislang unbekannter Täter Zugang zu einem Pferdestall in Niederrieden. Dort verletzte er mit einem scharfen Gegenstand ein Pferd erheblich im Genitalbereich. Die Polizei Memmingen bittet dringend um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung unter der Rufnummer 08331/1000. Auch die Tierrechtsorganisation PETA hat sich eingeschaltet. Sie setzt 1.000 Euro Belohnung für Hinweise aus und fordert außerdem ein bundesweites Register für Pferderipper-Fälle.

Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA jetzt eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die ihn überführen. Zeugen können sich ebenso telefonisch unter 01520/7373341 oder per E-Mail bei PETA melden – auch anonym. Schon häufiger wurden Pferde in der Region angegriffen. Im Juli 2017 verletzte ein Pferderipper beispielsweise eine Stute in Geretshausen so schwer im Genitalbereich, dass sie eingeschläfert werden musste. Ähnliche Fälle gab es bereits 2015 und 2016 in Honsolgen, Ravensburg und Überlingen.

Register gefordert 

„Immer wieder gibt es Übergriffe auf Pferde“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Wir fordern daher ein bundesweites, behördliches Register, in dem Anschläge auf diese Tiere und bereits überführte Tierquäler erfasst werden. So könnten mögliche Tatzusammenhänge aufgezeigt sowie Täterprofile erstellt werden. Behörden könnten effektiver überregional zusammenarbeiten. Pferdehalter würden über Gefahrenschwerpunkte informiert und gewarnt, um ihre Vierbeiner besser vor Angriffen schützen zu können. Die Überführung sadistischer Täter ist umso wichtiger, da sich Tierquäler unter Umständen später auch an Menschen vergehen.“ 

PETA registriert seit 2013 bundesweit Taten von Pferderippern und stellt diese Informationen gerne den ermittelnden Behörden zur Verfügung. Die Tierrechtsorganisation rät Pferdehaltern zur besonderen Aufmerksamkeit, wenn ein „Pferderipper“ umgeht. Die Tiere sollten - sofern möglich - nachts nicht auf der Koppel stehen, sondern in einer sicheren, bestenfalls mit Videokameras ausgestatteten Stallung untergebracht werden. Alle Zugänge sollten gesichert und abgesperrt sein. Zudem sollten Kontrollgänge nach Möglichkeit zu unregelmäßigen Zeiten durchgeführt werden. Aus Sicherheitsgründen ist es dabei ratsam, diese mit mindestens zwei Personen auszuführen und Mobiltelefone bei sich zu tragen. Durch Kameras, die Alarm auf ein Handy melden, wenn jemand in die Stallungen eindringt, konnten bereits Pferdeschänder überführt werden. Verdächtig erscheinende Personen in der Umgebung sollten unbedingt der nächsten Polizeidienststelle gemeldet werden, ebenso wie Personen, die bereits in der Vergangenheit durch ihr Verhalten aufgefallen sind. (MK)

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