Bürgerehrennadel in Ochsenhausen verliehen

Auszeichnung für Pfarrer Jörg Martin Schwarz

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Bürgermeister Andreas Denzel (rechts) verlieh Pfarrer Jörg Martin Schwarz die Bürgerehrennadel.

Ochsenhausen - Mit der Bürgerehrennadel der Stadt Ochsenhausen ausgezeichnet wurde Pfarrer Jörg Martin Schwarz von Bürgermeister Andreas Denzel. Das Stadtoberhaupt würdigte damit vor allem die Verdienste des evangelischen Pfarrers um die Ökumene. „Sie ist Ihnen eine Herzensangelegenheit“, so der Bürgermeister in seiner Laudatio.

Neben den vielfältigen Angeboten der evangelischen Kirche wie Altenheimseelsorge, Angeboten für psychisch belastete Menschen, Mutter-Kind-Gruppen, Beratung bei Alkoholproblemen oder Gemeindenachmittagen für Seniorinnen und Senioren oder dem Ochsenhausener Frauenfrühstück bringe sich Pfarrer Schwarz auch im Arbeitskreis Asyl oder dem Gesprächskreis für pflegende Angehörige ein. Auch der Tafelladen St. Marin, die Notfallseelsorge, die Hospizgruppe und als neuestes ein Trauercafé dürften auf die Unterstützung des evangelischen Geistlichen zählen, so der Bürgermeister weiter. Ein weiteres ökumenisches Projekt, das der Geehrte fördere, sei der Arbeitskreis „Spurwechsel – Junge Senioren in Ochsenhausen“, der von beiden Kirchengemeinden gemeinsam getragen wird. Der Bürgermeister lobte das große Engagement von Jörg Martin Schwarz, das dieser zusätzlich zu seinen sonstigen Aufgaben erbringe. 

Hervorzuheben sei, dass Pfarrer Schwarz versuche, alle Bevölkerungsgruppen anzusprechen und in die Gemeinde zu integrieren. „Und das unabhängig von der jeweiligen Religionszugehörigkeit“, wie Denzel betonte. Besonders deutlich werde die Bedeutung der Ökumene in der ökumenischen Selbstverpflichtungserklärung der beiden Ochsenhauser Kirchengemeinden vom März 2017. Darin verpflichteten sich die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden, „wo immer es möglich ist, gemeinsam zu handeln und einander aktiv zu unterstützen“. Ein konkretes Beispiel dafür sei die Gestaltung des Volkstrauertags, die abwechselnd vom evangelischen und vom katholischen Pfarrer übernommen werde. 

Auch die traditionelle Jahresabschlussfeier für den Gemeinderat und die Ortschaftsräte aus Mittelbuch und Reinstetten würde abwechselnd von den beiden Geistlichen übernommen. Das bezeichnete das Stadtoberhaupt als gelebte Ökumene, „denn in den Gremien sind nicht nur evangelische Christen vertreten“. Die Jahresabschlussfeier bildete auch den Rahmen für die Verleihung der Bürgerehrennadel. Die Verleihung solle auch Ansporn und Anreiz sein, sich weiterhin mit so viel Herzblut in die Arbeit der Ökumene einzubringen, rief Bürgermeister Denzel dem Geehrten zu. Dieser war völlig überwältigt und meinte: „Ich kann es gar nicht fassen und sage nur ‚Danke‘!“ (me)

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