CSU-Stadträte stellen entsprechenden Antrag

Ein Pflegestützpunkt für Memmingen?

Ihren Antrag zur Einrichtung eines Pflegestützpunktes für Memmingen überreichten die Stadträte Dr. Veronika Schraut und Klaus Holetschek (rechts) persönlich an OB Manfred Schilder (Mitte).
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Ihren Antrag zur Einrichtung eines Pflegestützpunktes für Memmingen überreichten die Stadträte Dr. Veronika Schraut und Klaus Holetschek (rechts) persönlich an OB Manfred Schilder (Mitte).

Memmingen – In einem Brief an Oberbürgermeister Manfred Schilder beantragen die beiden CSU-Stadträte Dr. Veronika Schraut und Klaus Holetschek, für Memmingen die Einrichtung eines Pflegestützpunkts im neugeschaffenen Ausschuss für Gesundheit und Pflege zu diskutieren und darüber im Stadtratsplenum abzustimmen zu lassen.

Zur Begründung schreiben sie, dass Pflegekräfte tagtäglich und gerade in der aktuellen Situation "großartige Arbeit leisten". Daher sollte man auch in Memmingen - wo immer dies zuständigkeitshalber möglich ist - für eine bestmögliche pflegerische Versorgung sorgen und "optimale Rahmenbedingungen" für die Pflegekräfte und pflegenden Angehörigen schaffen. Bei einer derzeitigen Pflegequote von 3,1 Prozentpunkten in Bayern liege Memmingen - ausgehend von einer Einwohnerzahl von 43.837 (Stand 2019) - bei rund 1.359 Pflegebedürftigen. In diesem Zusammenhang entstehen nach Ansicht der beiden Stadträte vielfältige Fragen im Vor- und Umfeld der Pflege, die der Koordination der für sie in Betracht kommenden Hilfs- und Unterstützungsangebote bedürfen, um eine wohnortnahe und bestmöglich abgestimmte Versorgung und Betreuung für die BürgerInnen zu erhalten. Aufgrund der hohen Anforderungen werde dringend eine professionelle Beratungsstelle benötigt, an die sich Betroffene, familiär Pflegende und andere wenden können, um den Pflegebedarf einschätzen und erfüllen zu können.

Das Bayerische Ministerium für Gesundheit und Pflege, welches seit 2009 die Möglichkeit geschaffen hat, Pflegestützpunkte im Sinne des SGB XI (Soziale Pflegeversicherung) einzurichten, fördert die Neueinrichtung weiterer Stützpunkte dieser Art. Mit einer einmaligen Anschubfinanzierung in Höhe bis zu 20.000 Euro würden Ausgaben für Sachmittel, die nicht durch andere Kostenträger gedeckt sind, gefördert. Für spezifische Maßnahmen der Vernetzungsarbeit und des Wissenstransfers könnten neue Pflegestützpunkte zudem eine weitere einmalige Förderpauschale in Höhe von 15.000 Euro beantragen und diese mit einer einmaligen Förderung von 3.000 Euro für die Etablierung einer Fachstelle für pflegende Angehörige komplettieren.

Träger der Pflegestützpunkte könnten nach Aussage von Schraut und Holetschek sowohl Pflege- und Krankenkassen, Landkreise, Bezirke oder kreisfreie Städte sein. Die Einbindung eines Pflegestützpunktes in den Gesamtkontext der „Gesundheitsregion plus“, die sich der Landkreis Unterallgäu und die Stadt Memmingen zum Ziel gesetzt haben, würde hier nach Ansicht der beiden Stadträte eine deutliche Bereicherung darstellen. (MK)

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