Verleihung am 20. April – mit 4.000 Euro dotiert

Pit Kinzer ist neuer Kulturpreisträger

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Neuer Kulturpreisträger der Stadt Memmingen ist der Künstler Pit Kinzer, die Verleihung findet am 20. April im Kreuzherrnsaal statt.

Memmingen - Die Stadt Memmingen hat einen neuen Kulturpreisträger. Der bildende Künstler Pit Kinzer aus Markt Rettenbach wird am Freitag, 20. April, von Oberbürgermeister Manfred Schilder mit den Memminger Kulturpreis für sein langjähriges Schaffen als Installations- und Fotokünstler, Zeichner und Graphiker geehrt. Gestiftet vom „Stadtmarketing Memmingen e.V.“ ist die Auszeichnung für Verdienste um Kunst und Kultur mit 4.000 Euro dotiert.

Die Jury, angeführt von OB Schilder und besetzt mit Vertretern des „Stadtmarketing Memmingen e.V.“, der Memminger Künstlerschaft und der städtischen Kulturverwaltung, hat in ihrer Entscheidung die Verdienste des Preisträgers um das Kulturleben in Memmingen betont und Pit Kinzer einmütig zum Kulturpreisträger der Stadt Memmingen 2018 bestimmt. 

Kinzer wurde 1951 in Ottobeuren geboren. Nach einer Schriftsetzerlehre in Memmingen und dem Studium der Architektur an der FH in Augsburg ist er seit 1978 als freischaffender Künstler tätig. Im Jahr 1996 eröffnete er sein Atelier in Markt Rettenbach, Unterallgäu, wo er bis heute lebt. Gleichwohl stand Memmingen immer im Fokus seines Schaffens. 2006 startete hier die Werkreihe der „Gerngroß Models“, die ihn seither durch ganz Deutschland und zu mehreren Auslandsstationen führte. 

Mit der Installation „Gerngroß Models: Der Sprung ins Ungewisse“ an der Fassade der ehemaligen Kreuzherrnkirche begann der Zyklus, der inzwischen an mehr als 30 Orten in Deutschland und im Ausland den öffentlichen Raum bespielte. Mit kleinen Eisenbahnfiguren, die Kinzer mittels Makrofotografie ins XXL-Format überführt, erzielt der Künstler einen Effekt, der die winzigen Objekte zu überlebensgroßen, fast monumentalen Skulpturen steigert. Vergleichbares geschieht mit den Minifiguren, wenn sie in detailreich aufgebauten Tableaus immer wieder neue Bildwelten auferstehen lassen, mal witzig-skurril, mal gesellschaftskritisch und politisch. 

Bei der Entscheidung der Jury wurde zudem die Breite des künstlerischen Schaffens von Pit Kinzer berücksichtigt. Mit Fotoarbeiten, Installationen im öffentlichen Raum, Radierungen und Kunst am Bau-Realisationen ergibt sich ein umfangreiches Oeuvre, das in den langen Jahren seines Wirkens immer wieder neue Herausforderungen suchte. Mit circa 150 Einzelausstellungen und über 500 Ausstellungsbeteiligungen gehört Pit Kinzer seit langem zu den ausgewiesenen Künstlerpersönlichkeiten in unserer Region. Prominente Ankäufe unter anderem durch das Berliner Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen, die Bayerische Staatsgemäldesammlung in München und zahllose Landkreise und Kommunen unterstreichen das Renommee des neuen Preisträgers. 

Mit der Auszeichnung von Pit Kinzer ist der 26. Preisträger des im Jahre 1977 geschaffenen Memminger Kulturpreises benannt. Die letzte Preisvergabe fand im Jahr 2014 statt. Preisträger war Johnny Ekkelboom. Die Preisverleihung im Kreuzherrsaal wird mit einer Ausstellung neuer Arbeiten des Preisträgers verbunden.(MK)

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