Wichtige Infrastrukturmaßnahme:

Planungen für neue Regio-S-Bahn Halte im Raum Memmingen gestartet

Bahngleise teilen sich an einer Weiche
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Die Planungen für die neuen Regio-S-Bahn Halte im Raum Memmingen sind gestartet.

 Memmingen - Die Regio-S-Bahn Donau-Iller soll durch neue Halte im Raum Memmingen attraktiver werden. Nach europaweiter Ausschreibung beginnen die Vorplanungen der „Memminger Halte“ durch die SWU Verkehr GmbH.

Das Stationsprojekt „Memminger Halte“ ist ein wichtiger Baustein für die Umsetzung der Regio-S-Bahn Donau-Iller. Darin enthalten ist der Bau von sechs neuen, barrierefreien Stationen im Raum Memmingen (Pleß, Fellheim, Heimertingen, Memmingen-Amendingen, Memmingen-Berufsbil-dungszentrum BBZ und Buxheim) sowie der Bau eines Wendegleises in Buxheim als Endpunkt der Regio-S-Bahn Linie RS 7 Ulm - Memmingen - Buxheim. Zusätzlich erfolgen noch weitere Anpassungen an der vorhandenen Infrastruktur zur Einrichtung der neuen Halte. Für dieses Gesamtpaket ist derzeit zwischen den Projektpartnern eine Kostenobergrenze von 15 Millionen Euro vereinbart. „Die Realisierung der „Memminger Halte“ ist für uns im Landkreis Unterallgäu und auch für die Stadt Memmingen ein sehr wichtiges Projekt. Es verbindet und stärkt die Infrastruktur beider Gebietskörperschaften. Wir freuen uns, dass wir das gemeinsam mit den anderen Partnern in der Region im Regio-S-Bahn Verbund angehen können“, so der Landrat des Unterallgäus, Alex Eder.

Fördervereinbarung unterzeichnet

Bereits im April 2020 haben der Freistaat Bayern und der Verein Regio-S-Bahn Donau-lller eine Fördervereinbarung zur Durchführung der Vorplanung (Leistungsphase 1+2) der „Memminger Halte“ unterzeichnet. Der Freistaat und Verein teilen sich die dabei anfallenden Planungskosten. Der Verein Regio-S-Bahn Donau-Iller wird durch die Landkreise und Städte der Region getragen. Daher konnte für eine enge Planungskooperation die SWU Verkehr GmbH als Verkehrsgesellschaft der beiden Städte Ulm und Neu-Ulm gewonnen werden. „Mit den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm ist ein kompetenter Partner mit im Boot. Ich bin mir sicher, dass die SWU das für unsere Region so wichtige Mobilitätsprojekt Regio-S-Bahn Donau-Iller maßgeblich mit voran-bringen wird“, so die Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin und Mitglied des Vorstandes des Regio-S-Bahn Vereins, Katrin Albsteiger. Durch die Reaktivierung der Strecke Senden-Weißenhorn bestehen bei der SWU Verkehr GmbH bereits Erfahrungen bei der Planung und Realisierung von neuen Bahnstationen. „Wir freuen uns, unser Knowhow in Sachen Eisenbahninfrastruktur und Neubau von Bahnhalten in das Projekt Regio-S-Bahn Donau-Iller für die Region einbringen zu können“, so André Dillmann, Geschäftsführer der SWU Verkehr GmbH.

Europaweite Vergabe

Um die anstehenden Planungsthemen möglichst zügig bearbeiten zu können, hat die SWU Verkehr GmbH große Teile der notwendigen Planungsleistungen in einem europaweiten Vergabeverfahren ausgeschrieben. Dabei konnte nun der Zuschlag für die Durchführung der Arbeiten zu den Vorplanungen der „Memminger Halte“ an den Planungs- und Ingenieurdienstleister Sweco GmbH aus Bremen erteilt werden. Die Firma Sweco wird das Projekt über ihre Niederlassung in Augsburg begleiten. Die ersten Ergebnisse der Vorplanungen für die „Memminger Halte“ werden voraussichtlich bis Anfang 2022 erwartet. Danach soll über die weitere Umsetzung entschieden werden.

Die wesentlichen Aufgaben des Vereins und der Geschäftsstelle sind die weitere Umsetzung des Regio-S-Bahn Konzeptes, die dazu notwendigen Abstimmungen mit den Akteuren beim Bund und den Ländern sowie die Beauftragung und Koordination von Vorplanungsleistungen zur Umsetzung der notwendigen Infrastrukturmaßnahmen. Dem Verein standen und stehen für die Jahre 2016 bis 2021 aus freiwilligen kommunalen Leistungen insgesamt circa sieben Millionen Euro für die Durchführung der Vorplanungen der Leistungsphase 1+2 zur Verfügung. (MK)

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