Vorsicht, Betrüger!

Polizei warnt vor Fake-Shops im Internet

Das vermeintliche Schnäppchen im Internet kann sich schnell als teuer herausstellen, wenn der Käufer es in einem Fake-Shop gekauft hat.
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Das vermeintliche Schnäppchen im Internet kann sich schnell als teuer herausstellen, wenn der Käufer es in einem Fake-Shop gekauft hat.

Memmingen/Unterallgäu - Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit werden viele Artikel im Internet gekauft. Dabei kommt es immer wieder vor, dass unvorsichtige Käufer auf Seiten von sogenannten Fake-Shops landen.

Dabei handelt es sich laut Polizei um täuschend echt aussehende Verkaufsplattformen im Internet mit dem Unterschied, dass nur die Betrüger damit Geld verdienen, während ihre Opfer Geld verlieren und ihre Waren nicht erhalten. Fake-Shops sind auf den ersten Blick schwer zu erkennen, da es auch teilweise um Kopien real existierender Webseiten handelt. Sie wirken daher seriös und lassen beim Käufer selten Zweifel an ihrer Echtheit aufkommen.

Ziel der Betrüger ist es, mit aus dem Internet kopierten Produktbildern und Informationen, professionell aufgemachten AGBs (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) und einem gefälschten Impressum das Vertrauen der Online-Shopper zu gewinnen und sie so zum Kauf zu animieren. Ein weiteres Lockmittel ist der scheinbar besonders günstige Preis des gesuchten Produkts. Oftmals merkt der Käufer erst wenn das Geld überwiesen ist und keine Ware eintrifft, dass er betrogen wurde.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West wurden in diesem Jahr bereits noch vor der beginnenden Weihnachtszeit höhere Fallzahlen registriert als im gesamten Vorjahr (2018: rund 250 Anzeigen). Wie häufig Personen jedoch Opfer eines Fake-Shops werden, kann laut Polizei nur gemutmaßt werden, da viele Opfer sich nach wie vor nicht an die Beamten wenden.

Die Tipps der Polizei:

Keine Spontankäufe: Bevor man ein Produkt in den Warenkorb eines Online-Shops legen, sollte man den Preis des Produkts bei anderen Anbietern, zum Beispiel einem Händler vor Ort, vergleichen. Wenn ein Online-Shop das Produkt auffällig günstig anbietet, sollte man sich fragen, ob das überhaupt möglich ist.

Informieren: Den Namen des Online-Shops einfach in eine Suchmaschine eingeben. Dadurch kann man negative Erfahrungen anderer Kunden herausfinden und muss sich nicht auf die Versprechungen der Shop-Betreiber verlassen.

Sichere Zahlungswege: Der Kauf auf Rechnung, per Kreditkarte oder Lastschrift kann vor Betrug durch Fake-Shops schützen.

Misstrauisch sein: Warum soll eine Vorauszahlung per Überweisungen ins Ausland (erkennbar am Ländercode am Beginn der IBAN) gehen, wenn es ein deutscher Shop ist? Warum hat der Zahlungsempfänger einen anderen Namen als der des Online-Shops? Warum bietet der Shop keine andere Zahlungsart als Vorauskasse per Überweisung an?

Bei Zahlung per PayPal: Nicht die Funktion „Freunde und Familie“ bei Käufen von Unbekannten verwenden. Hier entstehen zwar keine Gebühren, es gibt aber auch keinen Käuferschutz. Diese Funktion sollte man nur für wirkliche Freunde verwenden.

Und wenn man sich unsicher ist: Besser vom Kauf Abstand nehmen und sich woanders umsehen.

Was tun, wenn man Opfer geworden ist:

Sollte bereits Geld überwiesen worden sein, sollte man sich schnellstens bei der Bank informieren, ob diese die Zahlung noch rückgängig machen kann. Dies ist innerhalb eines bestimmten Zeitraums in der Regel noch möglich.

Alle Beweise für den Online-Kauf sichern: Ob Kaufvertrag, Bestellbestätigung oder E-Mails – alle Belege ausdrucken und aufbewahren.

Unverzüglich Anzeige erstatten: Mit den gesicherten Unterlagen sollte man sich möglichst sofort an die Polizei wenden und Strafanzeige erstatten. (MK)

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