Viel Herzblut, Idealismus und handwerkliches Können

Prämierung der Gesellenstücke der Schreiner-Innung Memmingen-Mindelheim

Fünf Männer stehen vor Möbelstücken
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Ehrung der Prüfungsbesten durch die Schreiner-Innung Memmingen-Mindelheim. Unser Foto zeigt (von links): Lehrlingswart und Prüfungsvorsitzender Hermann Hölzle mit den Prüfungsbesten Jan Streicher (3. Platz), Linus Hörmann (1. Platz) und Valerius Hust (2. Platz) sowie Obermeister Christian Pongratz.

Memmingen/Mindelheim - Mit ihren tollen Gesellenstücken begeistern die jungen Schreinergesellen/-innen aus dem Bereich der Schreiner-Innung Memmingen-Mindelheim zum Abschluss ihrer Ausbildung jedes Jahr aufs Neue. Und zu Recht freute sich Obermeister Christian Pongratz, dass es in diesem Jahr endlich wieder möglich war, diese hervorragenden Beispiele von Schreiner-Kunst in einer Ausstellung in der Johann-Bierwirth-Schule in Memmingen der Öffentlichkeit zu präsentieren.

„In den letzten Tagen und Wochen habt ihr viel handwerkliches Geschick, Fleiß und Zeit in die Gestaltung und Ausführung eurer tollen Gesellenstücke investiert. Es gehört viel Herzblut und Idealismus dazu, um seine eigenen Ideen in einem Möbelstück zu verwirklichen“, lobte Pongratz die Junggesellen/-innen. Jedes Jahr sei er aufs Neue begeistert, mit was für ausgefallenen Ideen und handwerklichem Können die jungen Handwerker überraschen, betonte Pongratz, Das hohe Niveau der Abschlussprüfungen lobte auch Hermann Hölzle, Lehrlingswart und Prüfungsvorsitzender. Nicht nur, dass alle die Prüfung bestanden haben, es sei auch ein sehr starker Jahrgang gewesen, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis.

Lernprozess geht weiter

Mit dem erfolgreichen Abschluss ihrer Gesellenprüfung stehe den Junghandwerkern eine positive berufliche Zukunft bevor, denn gut ausgebildete Fachkräfte würden auch im Handwerk immer wichtiger. Gerade in der Corona-Zeit habe es sich wieder gezeigt, dass das Schreiner-Handwerk mehr denn je gefragt ist. „Das Sprichwort, Handwerk hat goldenen Boden, trifft hier voll zu“, ist Pongratz überzeugt. Nun hätten es die jungen Frauen und Männer selbst in der Hand, ihr Können und ihre Ideen umzusetzen. Doch: „Mit der bestandenen Gesellenprüfung ist noch lange nicht Schluss. Der Lernprozess geht täglich weiter. Im Leben muss man immer wieder neue Herausforderungen annehmen und sich diesen stellen“, gab Pongratz abschließend den Junggesellen/-innen mit auf den Weg.

„Die gute Form“

Auch in diesem Jahr wurden traditionell wieder von der Innung die drei besten Prüfungsstücke prämiert (in Klammer die Ausbildungsbetriebe): Den ersten Platz belegte Linus Hörmann (Schreinerei Schwegele, Wolfertschwenden), gefolgt von Valerius Hust (Schreinerei Hölzle, Erkheim) und Jan Streicher (Alpenland Fensterbau, Kirchheim).

Von einer unabhängigen Jury wurden die drei besten Objekte im Rahmen des Wettbewerbs „Die gute Form“ ausgezeichnet: Platz 1 belegte Tobias Neff (Schreinerei Thomas Sturm, Mindelheim), gefolgt von Marie Neher (Schreinerei Gleich, Bad Wörishofen) und Manuel Eisenschmid (Schreinerei Eisenschmid, Markt Rettenbach). Belobigungen erhielten Annalena Bucher (Schreinerei Gleich, Bad Wörishofen), Fabio Maier (Schreinerei Preisinger, Westerham) und Sonja Lemmer (Schreinerei Lemmer, Aitrach). (prb)

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