„Wir sind offen für Vorschläge“

Präsident des Pflegeamtes besucht das Kinderhospiz St. Nikolaus

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Im Bild (von links) Rüdiger Erling, Mitarbeiter Landesamt für Pflege, Dr. Dr. Markus Schick, Präsident des neuen Landesamts für Pflege (LfP) Amberg, Marlies Breher, Vorstand Kinderhospiz im Allgäu e.V., Hans-Joachim Weirather, Landrat Unterallgäu, Anita Grimm, Geschäftsführerin Kinderhospiz St. Nikolaus, Kirsten Pallacks, Vorsitzende Kinderhospiz im Allgäu e.V.

Bad Grönenbach - Mit neuen Förderprogrammen in den Ausbau der Pflegeinfrastruktur zu investieren, das ist eine Aufgabe des neuen Bayerischen Landesamtes für Pflege in Amberg. Auf Einladung des Unterallgäuer Landrats Hans-Joachim Weirather ist der Präsident des Landesamtes, Dr. Dr. Markus Schick, gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Rüdiger Erling zu Besuch ins Kinderhospiz St. Nikolaus nach Bad Grönenbach gekommen, um sich vor Ort über die Arbeit in dem einzigen stationären Kinderhospiz in Bayern zu informieren.

Das Hospiz begleitet und unterstützt – im Gegensatz zum Erwachsenenhospiz – bereits ab der Diagnosestellung die unheilbar und lebensverkürzend erkrankten Kinder und Jugendlichen mit ihren Familienmitgliedern. Sowohl der Landrat als auch der Besuch aus dem Landesamt zeigten sich von der Arbeit des Kinderhospizes sehr beeindruckt. „Für uns ist es wichtig, zu hören, wie Ihre Erfahrungen in der Praxis sind. Sagen Sie uns, wie wir die Situation bei den Pflegekräften verbessern können“, erklärte Schick. „Wir sind offen für Ihre Vorschläge.“ Das Landesamt sei Dienstleister für die Belange der Pflege in Bayern und deshalb sei es enorm wichtig, auch Eindrücke und Erfahrungen von Betroffenen und Pflegenden direkt vor Ort mitnehmen zu können, so Schick weiter.

Im Kinderhospiz St. Nikolaus finden maximal acht Familien eine Anlaufstelle und werden während der Krankheit des Kindes von einem professionellen Team bis zu 28 Tagen im Jahr begleitet. Marlies Breher und Kirsten Pallacks, Vorstandsmitglieder des „Kinderhospiz im Allgäu e.V.“, betonten bei dem Besuch, wie wichtig gerade die hochprofessionelle Pflege der erkrankten Kinder ist: „Die Eltern müssen Vertrauen in eine gute Versorgung ihrer Kinder haben. Sie können sonst nicht loslassen, um sich auch einmal um ihre Wünsche und Belange zu kümmern.“ Auch im Kinderhospiz macht sich der Fachkräftemangel in der Pflege immer wieder bemerkbar. Für Markus Schick, der von Landrat Weirather begleitet wurde, ist gerade der Ausbau der Pflege-Infrastrukur ein zentrales Projekt.

Die Geschäftsführerin des Kinderhospizes, Anita Grimm, die wie Rüdiger Erling Mitglied des bayerischen Expertenkreises Hospiz- und Palliativversorgung ist, erläuterte Schick an vielen Beispielen die Nöte der betroffenen Familien. Bei dem Rundgang durch das Haus wurde auch der Abschiedsbereich und der Fahnengarten besucht. Das Kinderhospiz bietet mit den Palliative Care geschulten Pflegekräften Sterbebegleitung sowie durch ausgebildete Fachkräfte Trauerbegleitung an. 

In der anschließenden Gesprächsrunde betonte Schick, dass das von der bayerischen Staatsregierung neugeschaffene Landesamt für Pflege auch eine Anlaufstelle für die in der Pflege Tätigen werden soll. Anita Grimm bedankte sich für das Interesse und die Bereitschaft, nach gemeinsamen Lösungsansätzen zu suchen. Sie hofft, dass sich junge Menschen wieder dem Pflegeberuf zuwenden: „Es ist ein Geschenk, eine sinnvolle Arbeit tun zu dürfen, in der alle Gefühle ihren Platz haben.“(MK)

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