Historisches Bauwerk stabilisieren

Probebohrung an der Memminger Stadtmauer

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Ein Teil der Dachziegel wurde abgetragen, um von oben vertikal in die Außenschale des Mauerwerks bohren zu können.

Memmingen - Probebohrungen in der historischen Stadtmauer finden derzeit beim Teilstück an der Kohlschanze statt. Ein kleiner Teil der Dachziegel wurde abgetragen, um von oben vertikal in die Außenschale des Mauerwerks bohren zu können.

Das Ziel: Mithilfe eingebrachter Stahlanker soll das Mauerstück zukünftig stabilisiert werden, genauer gesagt der obere Teil der Mauer vom Wehrgang an aufwärts. „Diesen Teil nennt man die Brustwehr, sie ist teilweise nur knapp 50 Zentimeter breit und an manchen Stellen schief, da braucht es für einen ausreichenden Lastabtrag eine Sicherung“, erklärt Viktoria Schuster, Projektleiterin der Mauersanierung des Münchner Ingenieurbüros Barthel&Maus. Überlegt worden sei anfangs auch eine Sicherung mit Hilfe einer relativ auffälligen Trägerkonstruktion im Wehrgang. „Doch sowohl die Denkmalpflege als auch die Stadt haben sich für die Anker entschieden. Davon wird man fast nichts sehen“, erläutert die Ingenieurin. Der Bereich der historischen Stadtmauer an der Kohlschanze soll bis Ende 2020 saniert sein. (MK)

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