Fördervereinbarung für „Memminger Halte“ unterzeichnet

Regio-S-Bahn macht Fortschritte

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Unterzeichner der Fördervereinbarung, (von links): der Geschäftsführer des Vereins Regio-S-Bahn Donau-Iller, Dr. Oliver Dümmler, der Neu-Ulmer Landrat Thorsten Freudenberger, Oberbürgermeister Manfred Schilder, Staatssekretär Klaus Holetschek, der inzwischen ehemalige Unterallgäuer Landrat Hans-Joachim Weirather und der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch.

Memmingen – Seinen allerletzten Termin als Unterallgäuer Landrat absolvierte Hans-Joachim Weirather im Memminger Rathaus. Grund war die Unterzeichnung der Fördervereinbarung zwischen den Landkreisen Neu-Ulm und Unterallgäu sowie den Städten Memmingen und Ulm für das grenzüberschreitende Projekt „Regio-S-Bahn Donau-Iller“.

Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Realisierung dieses Projektes. Seit Ende der 1990er Jahre wird in der Region Donau-Iller zusammen mit Teilen der Region Ostwürttemberg an der Verbesserung des Schienenpersonennahverkehrs gearbeitet. Daher bezeichnete Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder die Unterzeichnung als einen historischen Moment. Nicht zuletzt wegen der hohen Nachfrage müsse man den Großraum besser vernetzen, so Schilder weiter. Die Regio-S-Bahn sei mehr als ein Schienenprojekt, sondern ein „Zukunftsauftrag, der Menschen miteinander verbindet“. 

Ein weiterer Baustein 

Das Stationsprojekt „Memminger Halte“ ist derzeit auf 15 Millionen Euro veranschlagt und umfasst neben dem Bau der sechs neuen, barrierefreien Stationen Pleß, Fellheim, Heimertingen, Amendingen, BBZ und Buxheim auch den Bau eines Wendegleises in Buxheim sowie Anpassungen an die vorhandene Infrastruktur. Staatssekretär Klaus Holetschek hob hervor, dass er sich immer für diese Haltepunkte eingesetzt habe. Vorangegangen seien viele Sitzungen mit unterschiedlichsten Arbeitsgruppen. Mobilität ist für Holetschek essentiell wichtig, denn es verbinde Regionen und Städte für die Bürger. Die Regio-S-Bahn sei ein weiterer Baustein im Gesamtkonzept. 

Bayern ist Schrittmacher 

Die Durchführung der Vorplanung kostet 810.000 Euro, die Kosten werden zwischen dem Freistaat Bayern und dem Verein „Regio-S-Bahn Donau-Iller“ aufgeteilt. Der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch freute sich, dass es vorangeht und bezeichnete Bayern als den Schrittmacher. Er wäre froh, wenn er solch eine Dynamik auch in Baden-Württemberg sehen würde. Auch für den Neu-Ulmer Landrat Thorsten Freudenberger ist die Vereinbarung ein wesentlicher Schritt, um gemeinsam voranzukommen. Man kämpfe hier nicht für ein Prestigeprojekt, sondern für etwas Sinnvolles. 

Auf dem richtigen Pfad 

Der ehemalige Landrat Hans-Joachim Weirather zeigte sich bei seinem letzten Termin als Landkreischef glücklich, „dass wir das hingebracht haben“. Weirather erinnerte in diesem Zusammenhang an die „Großtat der Memminger“, die im 19. Jahrhundert die Finanzierung der Illertalbahn ganz alleine übernommen haben. Er selbst sei, wie viele andere auch in den 70ern, mit der Bahn von Fellheim nach Memmingen in die Schule gefahren. Die Idee stimme und man sei auf dem richtigen Pfad, wenngleich man bei solch einem Projekt Geduld und einen langen Atem brauche. So etwas funktioniere nur zusammen oder gar nicht, so Weirather. Einen kleinen Wermutstropfen fügte der scheidende Landrat zum Abschluss noch ein: „Ich hätte die Memminger Halte gern noch in meiner Dienstzeit erlebt“. (ew)

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