Rund 100 Schwestern und Brüder beim Unterallgäuer Ordenstag

„Danke für Ihr Wirken!“

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Rund 100 Schwestern und Brüder kamen zum Unterallgäuer Ordenstag in die Benediktinerabtei in Ottobeuren. Für die Musik sorgte ein Ensemble des Mindelheimer Maristenkollegs. 

Unterallgäu - Zum Dank für ihr Wirken lädt Landrat Hans-Joachim Weirather die Ordensleute aus dem Unterallgäu jedes Jahr nach Ottobeuren ein. So hieß der Landrat auch heuer rund 100 Schwestern und Brüder aus 14 Gemeinschaften in der Benediktinerabtei willkommen. Im Mittelpunkt stand ein Vortrag von Frater Michael Schmalzl, der den Orden der Maristenbrüder vorstellte.

Der Superior der Mindelheimer Gemeinschaft beleuchtete die Lebensstationen des Ordensgründers Marcellin Champagnat. Nur vier Monate nach seiner Priesterweihe gründete dieser den Orden vor 200 Jahren in Frankreich. Heute betreibe die Kongregation in 82 Ländern auf allen Kontinenten Bildungseinrichtungen, so Schmalzl. Ziel sei es, Kindern und Jugendlichen Bildung zu ermöglichen, sie zu verantwortungsvollen, sozialen Menschen zu erziehen und sie neugierig auf Gott zu machen. Dabei gilt laut Schmalzl stets die pädagogische Grundregel Marcellin Champagnats: Um ein Kind zu erziehen, muss man es lieben. Landrat Weirather dankte Abt Johannes Schaber und seinen Vorgängern, dass diese bereits zum 26. Mal die Türen des Kaisersaals für den Unterallgäuer Ordenstag aufsperrten. Der Landrat stellte heraus, dass das Bekenntnis zur Nächstenliebe gerade in unsicheren Zeiten wie diesen eine große Rolle spiele. Es sei wichtig, die Nächstenliebe aus der Kirche in den Alltag hinaus zu transportieren und Hass und Ausgrenzung etwas entgegenzusetzen. Er forderte die Ordensleute auf, mit Leidenschaft tätig zu bleiben und das Tun ihrer Ordensgründer lebendig zu halten. Pfarrer Dr. Ulrich Lindl, der die Abteilung „Kirchliches Leben“ der Diözese Augsburg leitet und die Grüße von Bischof Dr. Konrad Zdarsa überbrachte, bezeichnete den Ordenstag als „Begegnung, die Freude macht“. Auch wenn es weniger Ordensleute würden, hinterließen diese doch Spuren und prägten die Gesellschaft. Die Gemeinschaften würden einen „reichen Erfahrungsschatz“ weitergeben. Umrahmt wurde die Veranstaltung von einem Ensemble des Maristenkollegs Mindelheim, das die Gäste unter Leitung von Musiklehrer Dr. Bernhard Hess mit Werken von Bach, Mozart und Haydn begeisterte. (MK)

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