Kliniken an einen Tisch bringen

„Runder Tisch“ der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren und Memmingen?

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Nachdem die Verhandlungen mit den Kreiskliniken Unterallgäu ziemlich abrupt beendet wurden und diese zwischenzeitlich eine Fusion mit dem Klinikverbund Kempten-Oberallgäu unter Dach und Fach gebracht haben, schlagen die beiden CSU-Abgeordneten Stracke und Holetschek nun einen „Runden Tisch“ zwischen dem Klinikum Memmingen und dem Klinikum Ostallgäu-Kaufbeuren (im Bild) vor.

Kaufbeuren/Memmingen - Eine flächendeckende, gut erreichbare medizinische und pflegerische Versorgung im ambulanten wie stationären Bereich sei zentral, so die beiden CSU-Abgeordneten aus Bund und Land, Stephan Stracke und Klaus Holetschek. Aus diesem Grund schlagen die beiden einen „Runden Tisch“ der Kliniken Memmingen und Ostallgäu-Kaufbeuren vor.

„Die Krankenhauslandschaft ist deutschlandweit in Bewegung. Gerade die kleineren Häuser der Grundversorgung haben es oftmals schwer, sich wirtschaftlich zu behaupten“, erklären die beiden Abgeordneten. So fusionieren derzeit die Klinikunternehmen Kempten-Oberallgäu mit den Kreiskliniken Unterallgäu, beide künftig zwar unter kommunaler Trägerschaft, aber unter privater Führung. Mit der Veränderung der universitären Landschaft, der Entwicklung neuer Behandlungsmethoden und Änderungen in der medizinischen Versorgung müssten jetzt Strategien für die kommenden zehn Jahre entwickelt werden. Auch bei der Frage nach der Gewinnung und Bindung medizinischer und pflegerischer Fachkräfte würden Veränderungen bereits jetzt sichtbar.

Das Kommunalunternehmen Ostallgäu-Kaufbeuren habe sich zwischenzeitlich sehr erfolgreich restrukturiert. Das Klinikum Memmingen müsse sich noch darüber klar werden, ob das Haus am gegenwärtigen Standort innerhalb der Stadt verbleiben werde, so die beiden CSU-Abgeordneten in einer gemeinsamen Erklärung.

„Vor dem Hintergrund der Veränderungen in der Kliniklandschaft in Schwaben macht es aus unserer Sicht absolut Sinn, in größeren Einheiten zu denken. Das Klinikum Memmingen und das Klinikum Kaufbeuren sind beide Schwerpunktversorger und bieten bereits jetzt hervorragende medizinische und pflegerische Leistungen an. Eine Kooperation zwischen diesen beiden Häusern könnte große Vorteile für die Versorgungsqualität in der Region haben“, betonen Stracke und Holetschek.

Eines der Kooperationsfelder, das sehr zeitnah zu realisieren wäre, könnte aus Sicht der Abgeordneten die Digitalisierung sein. Beide Häuser verfügen bereits jetzt über die gleiche IT-Infrastruktur. Dies sei ein unschätzbarer Vorteil, wenn es zum Beispiel um die elektronische Patientenakte oder auch die effiziente papierfreie Dokumentation und Abrechnung geht. Weitere Felder wären aus Sicht der Abgeordneten mittelfristig der Einkauf von Dienstleistungen im Rahmen von Vergaben und der Austausch von Spezialisten. Nicht ausgeschlossen seien darüber hinaus auch strategische Abstimmungen im medizinischen Bereich.

„Wir schlagen vor, dass sich die beiden Klinikunternehmen an einen Runden Tisch setzen. So ließe sich ausloten, in welchen Bereichen es Möglichkeiten der verzahnten Zusammenarbeit gibt. Ziel ist es, die Versorgungsqualität der Bevölkerung zu sichern und weiter auszubauen. Wir sind fest davon überzeugt, dass die beiden Klinikunternehmen in kommunaler Trägerschaft Zukunft haben. Sie sind als Einzelunternehmen heute bereits sehr gut, in Kooperation wären sie unschlagbar“, so Stracke und Holetschek abschließend.(MK)

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