Starke Schäden an Gebäudesubstanz

Sanierung des Welfenhauses eingeleitet

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Das 1965 erbaute Welfenhaus neben dem historischen Rathaus wird in den kommenden Monaten gründlich saniert.

Memmingen - Die Gebäudesubstanz des Welfenhauses weist erhebliche Schäden auf. Die Fassade des Büro- und Verwaltungsgebäudes, direkt neben dem Rathaus, wird aufgrund dessen in den kommenden Monaten grundlegend saniert. Eingeleitet wurden die Arbeite jetzt durch Oberbürgermeister Manfred Schilder und dem KU-Architektenteam. Die rund 1,24 Millionen Euro teuren Sanierungsarbeiten sollen im Herbst beendet sein.

Bei dem 1965 errichteten Gebäude handelt es sich um eine Massivbauweise mit tragenden Außenwänden aus Betonhohlblocksteinen. Die Fassade ist größtenteils mit Stahlbeton-Fertigteilen verkleidet. Eine erste kleinere Sanierung fand bereits vor rund 20 Jahren statt.

Durch den L-förmigen Grundriss müssen insgesamt sechs Fassadenseiten instand gesetzt und mit einem modernen Oberflächenschutz versehen werden, erklärte Architektin Bernadette Dietrich im Beisein von Nachbarn bei der Auftaktveranstaltung vor Ort. Zudem müssten rund 140 Fenster ausgetauscht und erneuert werden. Gearbeitet werde immer an zwei gegenüberliegenden Fassadenseiten. Die Sanierung finde bei laufendem Arbeitsbetrieb statt. Die Arbeiten würden allerdings nicht ganz ohne Lärmbelästigung abgehen können, betonte Oberbürgermeister Manfred Schilder und bat um Verständnis bei den unmittelbar betroffenen Anwohnern des Welfenhauses.

Nach dem Gerüstbau werde zunächst die Fassade mit Hochdruckreiniger abgestrahlt und gereinigt. Schadhafte Teile der Betonplatten hernach abgeklopft und erneuert. Das Gerüst werde im Bereich des Innenhofs auch den Brunnen miteinschließen, da für die Bauarbeiten auch eine kleine Lagerfläche benötigt werde. Dabei bleibe der Zugang zum Welfenhaus aber offen. Der verbleibende Bereich zwischen Welfenhaus und Rathaus ist Feuerwehrzufahrtszone. Hier dürfen weder Fahrzeuge noch Fahrräder abgestellt werden. Die Fahrradständer würden während der Bauphase entfernt und im angrenzenden Zollergarten aufgestellt. Die beiden Behindertenparkplätze in der Schlossergasse würden für die Zeit der Baumaßnahme in den Ratzengraben verlegt. Die ersten beiden Stellplätze im Ratzengraben, Richtung Kalchstraße, seien in den kommenden Monaten für Menschen mit Behinderung reserviert.

Gäste von Hochzeiten im Rathaus könnten in der Rathausgasse parken. Freitags von 13 bis 16 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr würden fünf Stellplätze für Traugäste mit Sonderparkausweis reserviert.(jw)

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