Nach Jahren der Hoffnung wird es jetzt zur Gewissheit

Sanierung des Steinheimer Zehntstadels beginnt

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Viele haben schon nicht mehr daran geglaubt, doch der marode Steinheimer Zehntstadel wird jetzt saniert.

MM-Steinheim - Viele haben nicht mehr daran geglaubt – nun wird es zur Gewissheit. Dem Steinheimer Zehntstadel wird neues Leben eingehaucht. Der jahrelange Kampf einzelner Befürworter für den Erhalt dieses geschichtsträchtigen Gebäudes hat sich gelohnt.

Das aus dem 16. Jahrhundert stammende, denkmalgeschützte Haus wird vor dem Verfall bewahrt, umgebaut und generalsaniert. Die Bauarbeiten sollen nun bereits in den nächsten Wochen beginnen und voraussichtlich im Frühjahr 2020 zum Abschluss kommen.

Nach Abschluss der Bauarbeiten soll der Zehntstadel einmal neuer Mittelpunkt der Gemeinde Steinheim werden und ortsprägend für den prosperierenden Memminger Stadtteil mit seinen derzeit rund 3.000 Einwohnern sein. Er soll als Dorfgemeinschafts- und Vereinshaus genutzt werden, in dem künftig viele Veranstaltungen wie Vereinsfeste, Geburtstagsfeiern oder auch Hochzeiten abgehalten werden können. Gleichzeitig soll auch die Musikkapelle im Obergeschoss ihren schon lange angestrebten neuen Probenraum beziehen können, nachdem der seit Jahren genutzte Behelfsraum im örtlichen Kindergarten dringend für die steigende Kinderzahl benötigt wird. 

Die voraussichtlichen Baukosten sollen, nach einer Berechnung aus dem Jahr 2015, rund 3,7 Millionen Euro betragen. Davon wird ein beträchtlicher Teil, auch aufgrund erfolgreicher Akquisition durch Staatsminister a.D. Josef Miller, durch öffentliche Zuschüsse abgedeckt. Die restlichen Kosten von rund 1,6 Millionen Euro trägt die Stadt. Aufgrund der laufend steigenden Baupreise werden allerdings die ursprünglich errechneten Kosten wohl etwas höher ausfallen. Die Stadt geht aber davon aus, dass die öffentlichen Zuschüsse demzufolge ebenfalls angehoben werden. Laut neuesten Erkenntnissen wird die Stadt das umgebaute Gebäude an den erst kürzlich gegründeten Verein „Dorfgemeinschaftshaus Steinheim“ kostenlos vermieten. Nur die anfallenden Nebenkosten muss der Verein übernehmen. Das Dorfgemeinschaftshaus darf allerdings nicht gewerblich genutzt werden. 

Die Nutzfläche des Gebäudes liegt bei rund 750 Quadratmetern. Die Planung sieht unter anderem einen Mehrzweckraum, einen Proberaum für die Musikkapelle sowie zwei Sitzungszimmer und eine Küche vor. Ebenso vorgesehen ist auch ein Aufzug. Der Bau soll zudem barrierefrei gestaltet werden. Die Fertigstellung ist, sofern keine weiteren Rückschläge eintreten, für das Frühjahr 2020 geplant. Die Befürworter des Umbaus sind überzeugt, dass nach der erfolgreichen Sanierung das lange Zeit als Schandfleck bezeichnete marode Gebäude des Zehntstadels als künftiges Schmuckstück in die Geschichte der Dorfgemeinde eingehen wird. Doch zuvor müssen die Bauarbeiter anrücken. Anfangen werden diese zunächst mit der Unterkellerung des Gebäudes. Anschließend sollen die Arbeiten oben weitergehen. Mauerwerk und Holzbalken müssen untersucht und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Alles was weiter brauchbar ist, muss, aufgrund des Denkmalschutzes, jedoch erhalten bleiben. Der Dachstuhl jedoch muss vermutlich komplett erneuert werden. (jw)

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