Ortsbildprägend und identitätsstiftend

Schlegelsberger Filialkirche „St. Stephan“ soll renoviert werden

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Die renovierungsbedürftige Filialkirche „St. Stephan“ in Schlegelsberg.

Erkheim-Schlegelsberg – Die Filialkirche „St. Stephan“ im Erkheimer Ortsteil Schlegelsberg weist an vielen Stellen gravierende Bauschäden auf, die das Kirchengebäude in seiner Gesamtheit bedrohen. Eine gründliche Renovierung zur Behebung der Schäden ist unumgänglich. Im Hinblick auf dieses Vorhaben trafen sich Mitglieder der Kirchenverwaltung mit Vertretern der Bayerischen Landesstiftung und des Freistaates, um bei einem Pressegesprächs die Möglichkeiten einer finanziellen Förderung näher auszuloten.

„Die Kirche „St. Stephan“ in Schlegelsberg wurde laut Eintrag in der Kirchenchronik erstmals 1167 erwähnt”, berichtet Anton Geiger, Mitglied der Kirchenverwaltung. Die letzte umfassende Renovierung der Kirche liege rund 40 Jahre zurück und habe in den Jahren 1976/77 stattgefunden. Damals mussten für die Instandsetzung insgesamt 115.000 DM aufgewendet werden, um das Gotteshaus wieder wetterfest zu machen. 

Nun steht erneut eine gründliche Renovierung an, da es in der Zwischenzeit beträchtliche Bauschäden gibt, die das Kirchengebäude längerfristig in seinem Bestand bedrohen. Auf der Agenda der Renovierung steht die statische Instandsetzung der Dachtragwerke ebenso wie der Empore im Innenraum sowie die Instandsetzung der kompletten Fassade, einschließlich der Neueindeckung des Daches. Die Kostenschätzung für diese allumfassende neuerliche Renovierung liegt diesmal bei beträchtlichen 600.000 Euro. 

Diesen Betrag aufzubringen, ist für eine Gemeinde dieser Größenordnung äußerst schwierig zu bewerkstelligen, wenn nicht gar gänzlich unmöglich. Ohne die Unterstützung der Diözese wäre der Betrag nicht zu schultern. Die Diözese übernimmt aus Kirchensteuermitteln, laut Aussage der Kirchenverwaltung, etwas mehr als 400.000 Euro. Der verbleibende Rest von rund 200.000 Euro würde auf die Kirchengemeinde entfallen. Für weitere zehn Prozent der verbleibenden Kosten stehe zudem die Gemeinde ein, sagt Marktgemeinderat Gerad Hörburger. 

Landesstiftungsvorsitzender und Staatsminister a.D., Josef Miller, zeigte sich erfreut, dass das Schlegelsberger Gotteshaus in die Liste der förderungsfähigen Kirchen aufgenommen wurde. Die genaue Höhe der Fördersumme stehe zwar noch nicht fest. Die Vergabe des Zuschusses entscheide der Stiftungsrat, an dessen Spitze der Bayerische Ministerpräsident stehe. Entschieden über die Förderhöhe werde in der Frühjahrssitzung 2019, so Miller. „Es ist unsere Pflicht und Schuldigkeit, das was unsere Vorfahren unter wesentlich schwierigeren Bedingungen erbaut haben, zu erhalten und in einem guten Zustand an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben. Die Kirche von Schlegelsberg ist nicht die Basilika, aber sie ist ebenso ortsbildprägend und identitätsstiftend für die Gemeinde und damit Teil unserer Heimat“, so Miller. Klaus Holetschek, MdL, sprach von einer erfreulichen Entscheidung der Bayerischen Landesstiftung, einer finanziellen Förderung der Renovierungskosten zuzustimmen und findet es gut, dass hier Zeichen setzt werden.(jw)

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