Schreiner-Innung präsentiert Gesellenstücke 2013:

Zwischen Handwerk und Kunst

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Obermeister Markus Höbel mit den Gewinnern des Wettbewerbs »Die gute Form«: Simon Einsiedler, Rudolf Engel und Stephan Seifert (von links).

Memmingen - In einer Ausstellung im Kleinen Saal der Stadthalle zeigten 22 »frischgebackene« Schreinergesellen und -gesellinnen ihre überwiegend kreativen Gesellenstücke. Sieben von ihnen hatten außerdem am Wettbewerb »Die gute Form« teilgenommen und sich damit um einen der begehrten Preise beworben.

Markus Höbel, Obermeister der Schreiner-Innung Memmingen-Mindelheim, konnte als Ehrengäste der Veranstaltung Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger und Landrat Hans-Joachim Weirather begrüßen sowie außerdem den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Gottfried Voigt, Ehren-Kreishandwerksmeister Ludwig Demmeler, Lehrlingswart Josef Förg, seinen Stellvertreter Bernd Mutzel und die anwesenden Lehrer der Johann-Bierwirth-Schule. In seiner kurzen Ansprache verwies er auf das in »ganz Europa einzigartige duale Ausbildungssystem«. In diesem Jahr haben 22 von 24 Auszubildenden des Schreinerhandwerks die mündliche und praktische Prüfung erfolgreich abgelegt. Als frischgebackene Schreinergesellen müssen sie sich, wie der Obermeister betonte, »keine Sorgen um einen Arbeitsplatz machen«. Bei einer Arbeitslosenquote in Bayern von 3,9 Prozent und in Schwaben von sogar nur 2,7 Prozent und damit nahezu Vollbeschäftigung habe ein »gut ausgebildeter Schreiner viele Chancen«. Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger gratulierte im Namen der Stadt den jungen Schreinergesellen zu ihren hervorragenden Leistungen und bezeichnete die Schreiner-Innung als einen wichtigen Faktor im Wirtschaftsleben der Region. Er wies besonders auf Memminger Unternehmen hin, die sich vom Handwerksbetrieb zu einem »Weltführer« entwickelt haben. Bei der Schreiner-Innung liege der »Weg zwischen Handwerk und Kunst eng beieinander«, fügte das Stadtoberhaupt mit Blick auf die ausgestellten Gesellenstücke anerkennend hinzu. Landrat Hans-Joachim Weirather zeigte sich stolz auf die »vielen Ausbildungsbetriebe im Unterallgäu« und betonte, dass dem Landkreis ausreichend Mittel für Investitionen zur Verfügung stünden. »Die Investoren brauchen junge Leute«, so der Landrat, der die erfolgreich geprüften Jung-Gesellen aufforderte, im Unterallgäu, in der Stadt Memmingen oder vielleicht noch »in unmittelbarer Nachbarschaft zu bleiben«. Stellvertretender Obermeister Franz Mutzel nahm anschließend zum Thema Möbel-Design mit dem Wettbewerb »Die gute Form« Stellung. Die Fachjury hatte sich in verhältnismäßig kurzer Zeit für die Preisträger entschieden, die neben den Geldpreisen und Urkunden Bücher zum Thema Möbel-Design erhielten. Zunächst wurden zwei Belobigungen bekanntgegeben, und zwar für Marco Keller aus Eisenburg (Schreinerei Zwölfer Holzbau, Memmingerberg) für seinen Multimediaschreibtisch und für Michael Schneider aus Germaringen (Schreinerei Negele, Legau) für sein Sideboard. Den Wettbewerb gewannen: 1. Preis: Simon Einsiedler aus Woringen (Schreinerei Wagner, Woringen) für seinen Säulenschrank aus Kirschbaum, an dem die Jury allerdings die klobigen Beschläge kritisierte; 2. Preis: Rudolf Engel aus Erisried (Schreinerei Herb, Ungerhausen) für seinen Gläserschrank aus Zirikote, einer außergewöhnlich interessant gemaserten Holzart aus Brasilien; 3. Preis: Stephan Seifert aus Benningen (Schreinerei Pfalzer, Buxheim) für seinen aufwändigen Aquarienschrank. Obermeister Josef Höbel und Lehrlingswart Josef Förg ehrten zum Schluss die drei Besten der Gesellenprüfung 2013: 1. Ralf Lohr aus Rot-Mettenberg (Schreinerei Alfons Riß, Bad Wurzach), 2. Marco Keller aus Eisenburg (Schreinerei Zwölfer Holzbau, Memmingerberg) und 3. Dominik Auerbacher aus Hawangen (Schreinerei Preisinger GmbH, Westerheim). Neben Geldpreisen erhielten die Prüfungsbesten vom diesjährigen Sponsor, der Firma Layer, je einen Akku-Schrauber in gestaffeltem Wert. (ma)

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