Brutplatz wird gut angenommen

Schwarzstörche brüten im Unterallgäu

Stolz spreizt der junge Schwarzstorch seine Flügel. Er fühlt sich auf seinem Kunsthorst anscheinend  sehr wohl.
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Stolz spreizt der junge Schwarzstorch seine Flügel. Er fühlt sich auf seinem Kunsthorst anscheinend sehr wohl.

Ottobeuren - Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen zusammen mit der AG Schwarzstorchschutz Allgäu im Landesbund für Vogelschutz (LBV) einen großen Erfolg bei der Schwarzstorchbrut. Im Juni konnten drei junge Schwarzstörche im erst 2017 neu errichteten Kunsthorst beringt werden.

„Carsten Rohde ist ein absoluter Profi: Die Beringung der Störche geht sehr schnell, um die Störche möglichst wenig zu beunruhigen“, berichtet Harald Farkaschovsky von der AG Schwarzstorchschutz. Die Beringung selbst liefert wichtige Informationen für den Artenschutz: Das Zugverhalten, die Wahl der Winterquartiere und das Verhalten der Schwarzstörche kann so weiter erforscht werden.

Der Brutplatz selbst ist ein Kunsthorst. „Der im Jahr 2017 errichtete Kunsthorst wurde nun schon zum zweiten Mal in Folge vom Schwarzstorch angenommen“, berichtet Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter. Dies war erhofft, aber keinesfalls erwartet. „Mit heuer wieder drei Jungvögeln bestätigt der Horst eindrucksvoll seinen Titel als langjährig erfolgreichster Brutplatz im Forstbetrieb“, freut sich Walter. Die Schwarzstörche fühlen sich im Staatswald offensichtlich sehr wohl: Sie finden hier für ihre Nahrungssuche viele naturbelassene Waldbäche oder Feuchtbiotope - und für ihren Horst ruhige, abgelegene Stellen zur Jungenaufzucht. Der Forstbetrieb nimmt auf die sechs bekannten Horststandorte besondere Rücksicht und stimmt Bewirtschaftungsmaßnahmen eng mit der AG Schwarzstorchschutz ab.

Bei der Beringung wurde festgestellt, dass sich eine Querstrebe des Kunsthorstes gelöst hat. Diese wurde bei der Beringung nicht wieder fixiert, um die Jungvögel nicht unnötig zu stören. „Eine Gefahr, dass das Nest mit den Jungvögeln abstürzt, scheint aktuell nicht zu bestehen“, beruhigt Farkaschovsky. „Wenn die Zugvögel im Herbst das Unterallgäu verlassen haben, werden wir mit Baumkletterern den Horst wieder fachgerecht befestigen“, so Farkaschovsky weiter. Bei einem Frühjahrssturm im Jahr 2017 wurde der schwere Naturhorst stark beschädigt. Unter Leitung von Harald Farkaschovsky wurde an der gleichen Stelle von Baumkletterern im gleichen Jahr ein Kunsthorst angebracht. Dem Schwarzstorch sollte der Brutplatz langfristig erhalten bleiben. „Die langjährige gute Zusammenarbeit zwischen Staatsforst und AG Schwarzstorchschutz zahlt sich zum Wohl des Schwarzstorches aus“, zeigen sich Walter und Farkaschovsky äußerst zufrieden. (MK)

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