Akustik in der Stadionhalle und KiTa-Bedarfsanalyse

Wenigstens eine provisorische Lösung

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Durch die Deckensanierung in der Stadionhalle hat sich die Akustik stark verschlechtert. Der III. Senat diskutierte über eine Lösung.

Memmingen – Der dritte Senat hat sich in seiner jüngsten Sitzung nun mit dem städtischen Finanzhaushalt befasst. Stadtkämmerer Jürgen Hindemit sprach dabei von ansteigenden Steuereinnahmen aufgrund der guten Wirtschaftslage. Aber auch das altbekannte Akustikproblem in der Stadionhalle kam zur Sprache.

Vor den Haushaltsberatungen berichtete Jugendamtsleiter Jörg Haldenmayr den Stadträten über das Projekt Integrationslotsen (wir berichteten) und präsentierte dann eine interne Untersuchung der Stadtverwaltung mit dem Ziel, den Bedarf an Kindertagesstätten in Bezug auf die Erschließung von Neubaugebieten zu ermitteln. Eine Punktlandung wie in den vergangenen Jahren sei bei dieser Frage aber nicht möglich, äußerte Haldenmayr. Wie viele Kindergartenplätze benötigt werden, hänge von zu vielen Faktoren ab und jedes der untersuchten Baugebiete habe eine andere Dynamik in der Bauentwicklung. Für die Analyse habe man drei repräsentative Baugebiete ausgesucht und sei zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen gekommen. Man habe keine Gesetzmäßigkeiten erkennen können. Das Einzige, was man sagen könne, sei, dass etwa vier bis sechs Jahre nach dem Aufstellungsbeschluss der Bedarf an Kindertagesplätzen am größten ist. Wie groß der Bedarf aber in Zahlen ist, sei nicht darstellbar. 

Der Stadtkämmerer berichtete im Anschluss über den Stiftungshaushalt, wobei aber bei den zahlreichen Stiftungen der Stadt keine großen Veränderungen zu verzeichnen seien. Das extrem niedrige Zinsumfeld sei zwar problematisch, aber dafür wirken sich die Grundstückserträge, wie Mieten und Erbauzinsen, stabilisierend auf die Finanzsituation aus. Beim Verwaltungshaushalt berichtete der Kämmerer über sinkende Ausgaben im Bereich Leistungen für Asylbewerber. Die Kosten für Heimerziehung seien dagegen wegen Mehrbelegung gestiegen.

Was tun mit der Stadionhalle? 

Intensiv diskutiert wurde auch über die Memminger Stadionhalle. Nach der Deckensanierung hat sich die Akustik derart verschlechtert, dass nach dem Krönungsfrühschoppen zahlreiche Beschwerden eingegangen waren. Die SPD/FDP Fraktion des Stadtrates hatte deswegen schon im Juli vergangenen Jahres einen Antrag gestellt, geeignete Maßnahmen zur Optimierung der Akustik in der Stadionhalle zu finden und diese bis Juli 2018 umzusetzen. 

„Der Fischertag ist ein Kernstück des Memminger seins“, äußerte SPD-Fraktionschef Matthias Ressler und drängte auf eine zeitnahe Lösung. Für Ressler sind die derzeitigen Umstände untragbar, denn durch die Deckensanierung hätten sich die ohnehin schwierigen Verhältnisse nochmals verschlechtert. 

Kämmerer Hindemit berichtete, man habe eine Fachfirma beauftragt, die Akustikverhältnisse zu untersuchen. Diese habe eine Lösung mit schallabsorbierenden Elementen an der Decke vorgeschlagen. Die Kosten hierfür betragen 70.000 Euro. Wenn das nicht ausreicht, könne man auch die Wände mit diesen Elementen versehen, was mit weiteren 31.000 Euro zu Buche schlage.

 Oberbürgermeister Manfred Schilder fragte, ob sich diese hohe Summe wegen eines einzigen Tages, dem Krönungsfrühschoppen, rechtfertige. Ressler entgegnete, dass man hier auch die touristische Auswirkung beachten müsse. Und schließlich könnten auch andere Veranstaltungen in der Stadionhalle stattfinden. Diesen Gedanken nahm Josef Schwarz (CSU) auf und regte an, ein Gesamtkonzept für die Halle zu erarbeiten, dass auch die Vereine mit einbindet. Auch der CRB und die Grünen stimmten für eine Verbesserung der Akustik. Oberbürgermeister Manfred Schilder erklärte sich dann bereit, eine Fachfirma zu fragen, ob eine provisorische Lösung möglich sei. Ein Lob vom Kämmerer bekam Christoph Heuß (FW) für seinen Vorschlag, zu prüfen, ob nicht die Rittmeier Stiftung für die Kosten aufkommen könne. Schließlich sei diese auch für die Förderung der Heimatfeste vorgesehen. (ew)

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