Aus „zwei Handvoll“ wurden 75 Schüler

Spatenstich zum Ausbau der Montessori-Schule Illertal

Schulleiter Markus Herpich, Bürgermeister Thomas Wonhas, Architekt Herwig Wagner und Irene Herpich (von links) freuten sich mit weiteren Vertretern der Schule sowie der am Bau beteiligten Firmen Mösle und Otto Birk über den Startschuss für den Anbau.
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Schulleiter Markus Herpich, Bürgermeister Thomas Wonhas, Architekt Herwig Wagner und Irene Herpich (von links) freuten sich mit weiteren Vertretern der Schule sowie der am Bau beteiligten Firmen Mösle und Otto Birk über den Startschuss für den Anbau.

Tannheim - „Eigenverantwortung entwickeln und dem individuellen Lernen Zeit und Raum geben“ - das sind die zentralen Anliegen der Montessori-Schule Illertal (MSI), in der Kinder mit Beeinträchtigungen verschiedenster Art zusammen mit anderen Kindern auf Hauptschul- und Realschulniveau lernen. Immer mehr Eltern sehen die MSI in Tannheim für ihre Sprösslinge als optimale Bildungsstätte und wollen sie dorthin schicken. Doch damit das möglich ist, muss die Schule nun vergrößert werden – und das schon zum zweiten Mal.

Der Schulbetrieb der Montessori-Schule Illertal wurde 2008 unter Schulleiter Markus Herpich und seiner Frau Irene aufgenommen. Sie besteht aktuell aus der im selben Jahr renovierten ehemaligen Pavillonschule sowie einem historischen Gebäude aus dem Jahr 1907, der „Alten Schule“. Vor elf Jahren hätte Markus Herpich nicht mit einem so großen Zustrom gerechnet: Damals habe er sich noch gedacht „Wäre doch klasse, wenn wir irgendwann 30 bis 40 Schüler zusammenbekämen“, sagte er. Dass es schon wenige Jahre später doppelt so viele sein würden, hätte er damals nicht erwartet. Inzwischen lernen hier 75 Kinder von der ersten bis zur zehnten Klasse gemeinsam.

Schon bald nach der Gründung zeichnete sich ab, dass mehr Platz benötigt wird. Doch auch die Renovierung und Wiederinbetriebnahme der direkt daneben liegenden „Alten Schule“ reichte nicht lange aus. Bereits vor drei Jahren stand fest: Es muss noch mehr Raum geschaffen werden, ein weiterer Ausbau der MSI ist unumgänglich. Bis die Baugenehmigung für das neue Gebäude auf dem Schulgelände allerdings kam, sollte viel Zeit verstreichen.

Dafür ging dann alles um so schneller, als Schulleiter Herpich vor rund zwei Wochen endlich grünes Licht bekam: Schon ein paar Tage später ging es los, inzwischen sind neben den bestehenden Schulhäusern Mitarbeiter der Bauunternehmen Mösle und Otto Birk auf einer Baustelle zugange. Ins neue Gebäude sollen nicht nur weitere Klassenräume kommen, sondern auch eine bislang fehlende Aula und eine Mensa. Beim Spatenstich für das Projekt drückte auch der Bürgermeister der Gemeinde Tannheim, Thomas Wonhas, seine Freude über die Erweiterung der Schule aus. Man habe damals mit „zwei handvoll Schülern gestartet“ - umso schöner sei es, dass die Montessori-Schule so gut angenommen wurde.

Bis zum Beginn des neuen Schuljahrs im September 2020 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Mit einem selbst gedichteten Lied bekundeten auch die Schüler und Schülerinnen, dass sie es gar nicht abwarten können, bis sie endlich mehr Platz haben. „Auf den Spaten, fertig, los!“ sangen sie aus vollen Hälsen. Bis alles fertig ist, können die Kinder von jetzt an jeden Tag vom Pausenhof aus die Baufortschritte beobachten. (jz)

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